Ein sichtbares Zeichen der Papierstadt Düren

Ein alter Kollergang steht in Rölsdorf : Lumpen und Altpapier bis zur Brühe gemahlen

Es gibt einen neuen Hingucker bei der Einfahrt in die Stadt Düren an der Monschauer Straße kurz vor der Kreuzung Rölsdorf/Düren/Lendersdorf.

Hinter dem Stein mit der Aufschrift „Papierstadt Düren“ wurde im „Jahr des Papiers 2018“ ein alter Kollergang aufgestellt, ein Denkmal aus den früheren Tagen der Papierherstellung.

Holger Autenrieb, Inhaber und Geschäftsführer der Papierfabrik Niederauer Mühle, hat dieses Relikt bislang aufbewahrt und es jetzt der Stadt zur Verfügung gestellt. Willi Katterbach vom Dürener Service Betrieb (DSB) und Jörg Fischer von der Niederauer Mühle sorgten dafür, dass das schwere Gerät am neuen Standort einen sicheren und gut sichtbaren Platz fand, der vom DSB auch rundherum schön gestaltet wurde.

„Wir wollen schon an den Einfahrtsstraßen in die Stadt darauf aufmerksam machen, dass man in eine Papierstadt kommt“, erläuterte Bürgermeister Paul Larue und bedankte sich bei Holger Autenrieb, dass er dieses Wahrzeichen der Dürener Papierindustriegeschichte der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hat. Dieser erläuterte, dass man mit der Anlage früher Lumpen, Altpapier und weitere Materialien so lange gemahlen hat, bis daraus eine Papierbrühe gewonnen wurde. Gebaut wurde der Kollergang von der ehemaligen Dürener Firma Wolff & Söhne.

Im Stadtteil Birkesdorf gibt es bereits einen solchen Kollergang als Blickfang, erläuterte Richard Müllejans, Leiter des DSB. „Am liebsten würden wir an allen Einfahrtsstraßen so etwas gut sichtbar aufstellen als Zeichen für die Papierstadt!“

An der Monschauer Straße sind es nun in erster Linie die aus Richtung Eifel kommenden Autofahrer, denen das für Düren typische Industriedenkmal ins Auge fällt.

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