Düren: Ein neues Licht am Kinohimmel

Düren: Ein neues Licht am Kinohimmel

Wenn es um das Thema Kino geht, sind die beiden Cineasten Lutz Nennmann und Meinolf Thies in ihrem Element. Nennmann hat mit 16 im Nebenjob als Filmvorführer angefangen und ist mit Herzblut dabei. Gemeinsam betreiben sie die Kinos in Solingen und Lünen, seit dem 1. Mai auch in Düren. Und das soll unter ihrer Regie behutsam modernisiert werden.

„Das Lumen“ wird das Dürener Kino ab dem 1. Juli heißen. Ein Name, über den man erst mal nachdenken muss. Lumen bezeichnet die Einheit des Lichtstroms, kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie Licht, Leuchte.

In Zeiten, in denen Kinos wie das Dürener voll digitalisiert sind, kann der Name an die Anfänge erinnern, als die Bilder laufen lernten. Die laufen inzwischen in Dürener immer öfter. Weil Nennmann und Thies auf die Werbung vor den Filmen verzichten, können sie das Programm ausweiten. „Pro Woche gibt es 70 Vorstellungen mehr“, erklärt Nennmann. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass auch die Anzahl der Filmstarts in Düren deutlich erhöht werden kann.

Gemeinsam mit dem Theaterleiter Oral Karaarslan wollen sie insgesamt service-orientierter arbeiten. Dabei setzt man auch auf mehr Personal, das noch gesucht wird. Zum Service gehört aber auch, dass künftig mehr für einzelne Zielgruppen angeboten werden soll: Vom Kids-Club über einen „Kaffee-Klatsch“ bis zur regelmäßigen Sneak-Preview — alles zu festgelegten Zeiten.

280.000 Besucher waren es im vergangenen Jahr, die sich für einen Besuch im Dürener Kino entschieden haben. Diese Zahl will man möglichst steigern und dafür auch Geld in die Hand nehmen. Gemeinsam mit dem Besitzer der Immobilie soll behutsam modernisiert und das Ambiente angepasst werden.

Bis zu 1,5 Millionen Euro sollen in den nächsten zwei Jahren in den Standort Düren fließen. Das wird sich für die Kunden spätestens dann bemerkbar machen, wenn man künftig in deutlich bequemeren Einzelsesseln sitzen wird. „Wir gehen in die Offensive, bevor andere das tun“, formuliert es Nennmann. Und Lutz Thies: „Wir sind hier nicht angetreten, um den Grüß-August zu machen, sondern das Kino weiterzuentwickeln.“ Seine Maxime: „Für den Film können wir nichts. Aber für alles drumherum.“ Will hell dass Licht am Dürener Kinohimmel dann tatsächlich strahlt, werden die Kunden im Lumen selbst entscheiden können.

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