Langerwehe: Ein Markt zum Schmecken und Erleben

Langerwehe: Ein Markt zum Schmecken und Erleben

Der Eifelmarkt im Langerweher Töpfereimuseum ist eine Erfolgsgeschichte, ganz ohne Zweifel. Das war auch am Sonntag mehr als deutlich, als der Wehter Markt mit Köstlichkeiten aus Eifel und Ardennen zum 23. Mal seine Pforten öffnete, und trotz Regen wieder tausende Männer und Frauen, Kinder und Jugendliche den Weg in die Töpfergemeinde gefunden haben.

„Ich finde”, so Marktbesucherin Marianne Kramer aus Nideggen, „dass es kaum einen Markt gibt, der so viel Flair hat, wie der Eifelmarkt in Langerwehe. Und da halten mich ganz bestimmt nicht ein paar Regentropfen ab, nach hier zu kommen.” Wahre „Dauerbrenner” auf dem Langerweher Eifelmarkt sind das köstliche Starkbier aus Achouffe in Belgien, Senf und Kartoffelblutwurst in Monschau oder frischgepresster Apfelsaft.

Natürlich ist der Langerweher Eifelmarkt aber viel mehr als nur essen und trinken, es ist ein Markt zum Entdecken, Beobachten, Ausprobieren. So konnte man unter anderem Korbflechtern aus Hilfarth genauso über die Schulter gucken, wie Frauen aus Niederzier, die das alte Handwerk des Klöppelns beherrschen oder den Drahtflechtern aus Neroth.

Für viel Atmosphäre sorgten darüber hinaus die farbenprächtigen Kürbisse von Michael Kriegers Kürbishof, Ziegen und Schafe zum Streicheln und die lustigen Späße des Aachener Clowns „Senor Fario”. Zum ersten Mal dabei waren die „Terrakötter” aus Euskirchen, die kleine Tonfliesen im Angebot hatten und Dekoartikel aus Stoff.

Kinder konnten eine Runde mit dem Traktor oder mit der Pferdekutsche durch Langerwehe drehen, Nistkästen bauen, es gab Musik mit dem Mandolinenorchester Pier und dem Jugendorchester der Bläservereinigung Merode. Ein Puppendoktor war ebenfalls mit von der Partie und verarztete kleine „Verletzungen” direkt an Ort und Stelle.

Wie immer fester Bestandteil des Langerweher Eifelmarktes waren die Waschfrauen um Renate Jordans, die zeigten wie mühsam das Wäschewaschen in grauer Vorzeit war und die Mittelaltergruppe „Wehter Kumpaney”, die für stimmungsvolle Bänkelgesänge sorgte. „Wir können mit dem heutigen Tag zufrieden sein”, meinte auch Museumsleiterin Dr. Kirsten Ulrike Maaß nach einem arbeitsreichen Eifelmarkt-Tag. „Natürlich hätte das Wetter besser sein können, aber es waren trotzdem viele Besucher hier. Für uns war der 23. Eifelmarkt ein Erfolg.”

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