Dachstuhlbrand im Dürener Südosten: Ein Mann stirbt in den Flammen

Dachstuhlbrand im Dürener Südosten : Ein Mann stirbt in den Flammen

Bei einem schweren Dachstuhlbrand im Dürener Südosten ist in der Nacht zum Montag für einen Mann jede Hilfe zu spät gekommen. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Brandermittler von Unachtsamkeit als Brandursache aus.

Als Polizei und Feuerwehr um kurz vor 1 Uhr am nur 500 Meter von der Hauptwache gelegenen Brandort eintrafen, stand der Dachstuhl einer Doppelhaushälfte an der Wörthstraße bereits lichterloh in Flammen. „Das Feuer griff auch bereits auf das erste Obergeschoss über“, berichtet Patric Ramacher, stellvertretender Amtsleiter der Dürener Feuerwehr. Nachbarn hatten das Feuer entdeckt und mit lautem Rufen und Klopfen an Türen und Fenstern dafür gesorgt, dass sich die fünfköpfige Familie aus der einen Haushälfte noch rechtzeitig ins Freie retten konnte.

Von dem 62-jährigen Bewohner der anderen Haushalte, in der der Brand offenbar auch ausgebrochen war, fehlte jede Spur. „Meine Kollegen haben daraufhin in drei Trupps unter schwerem Atemschutz versucht, ins Innere des Gebäudes zu gelangen und den Mann auch mit Hilfe einer Wärmebildkamera noch lebend zu finden“, berichtet Ramacher. „Eine echte Chance aber hatten wir nicht.“ Den verbrannten Leichnam fanden die Retter in einer hinteren Ecke des Hauses.

Die Identität des Toten konnte daher am Montag noch nicht endgültig geklärt werden. „Wir gehen aber davon aus, dass es sich um den 62-jährigen Bewohner handelt“, erklärte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Der Leichnam wird nun obduziert, um Aufschluss über die genaue Todesursache zu erhalten. Mit einem Ergebnis rechnet die Polizei in frühestens einer Woche.

Der Dachstuhl in der Wörthstraße brannte lichterloh. Foto: Feuerwehr Stadt Düren

Parallel zur Suche nach dem Vermissten begann die mit insgesamt 55 Einsatzkräften aus mehreren Löschzügen der Stadt angerückte Feuerwehr damit, das Feuer von innen und außen mithilfe einer Drehleiter zu bekämpfen. „Das gestaltete sich aufgrund der sehr hohen Temperaturen im Gebäude aber recht schwierig“, berichtet Patric Ramacher. Nach zwei Stunden hatte die Feuerwehr den Brand dann so weit unter Kontrolle, dass sich die Flammen nicht mehr weiter ausbreiten konnten. Es dauerte aber noch bis gegen 8.30 Uhr, bis auch die letzten Glutnester gelöscht waren und die Helfer abrücken konnten.

Der Brandort wurde von der Polizei beschlagnahmt, bereits am Montagvormittag nahmen Brandermittler ihre Arbeit in dem weitgehend zerstörten Doppelhaus auf. Nach ersten Erkenntnissen gehen sie von Unachtsamkeit als Brandursache aus. Einzelheiten wurden nicht bekannt. Die fünfköpfige Familie kam bei Bekannten unter, den Schaden am Gebäude gibt die Polizei nach einer ersten vorläufigen Schätzung mit rund 250.000 Euro an.

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(ja)