Kirmes mit Knochen: Ein Hahnenkönig für Hausen

Kirmes mit Knochen : Ein Hahnenkönig für Hausen

„Wir pflegen das Brauchtum und geben uns alle Mühe, ihm ins neue Jahrtausend zu verhelfen“, erklärt Guido Gilles seine Motivation, Hahnenkönig im Heimbacher Ortsteil Hausen zu werden.

Der 45-Jährige muss zwar augenzwinkernd gestehen, „dass ich im Vergleich zu den jungen Hahnenkönigen in den vergangenen Jahren ein eher älterer König bin“, aber ganz unerfahren sei er auch nicht.Schließlich verwaltete Gilles früher über Jahre hinweg die Dorf-Sammelkasse für das Kirmesfest. Nun profitiert sein Fest aus eben dieser. Die Kirmes hat in Hausen eine ganz eigene Tradition. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei der „Kirmesknochen“. Das ist ein Knochen, der bei den Umzügen an vorderster Front durch das Dorf getragen wird.

Guido Gilles setzte sich in einem spannenden Kampf mit dem entscheidenden Schlag durch. Das feierte er anschließend mit der Dorfgemeinschaft. Wichtiger Programmpunkt der Hausener Kirmes war auch in diesem Jahr wieder die Kinderbelustigung, bei der mehrere Gesellschaftsspiele als Stationen aufgebaut wurden und die Kinder — abhängig vom Abschneiden — Punkte auf einer Karte notiert bekamen. Am Ende gab es für alle Kinder einen Preis. Die Kirmes in Hausen endete traditionell mit dem Königsball.

(kte)
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