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Düren: Ein gewaltige Stimme zum Mitswingen: Carleen Anderson

Düren : Ein gewaltige Stimme zum Mitswingen: Carleen Anderson

Die Stimme von Funksängerin Carleen Anderson ist beeindruckend. Sie klingt ein bisschen wie eine Mischung aus Tina Turner und Amy Winehouse — letztere war großer Fan von ihr. Die Zahl der Fans von Carleen Anderson dürfte allerspätestens am 6. Juli deutlich ansteigen, denn dann tritt die gebürtige Texanerin mit ihrem Trio beim Stadtwerkeabend open air auf dem Dürener Kaiserplatz auf. Wie immer bei Konzerten der Dürener Jazztage kostenfrei für die Zuschauer.

„Die Jazztage stellen für uns immer ein Highlight in der Region dar. Wichtig für uns ist, dass die Band zum Publikum passt“, betont Stadtwerke-Chef Heinrich Klocke. „Die Musik soll den Menschen gefallen, sie sollen mitswingen können“, sagt Klocke. Und das werden sie bei der Musik von Carleen Anderson. „Das ist ein international anerkanntes Trio. Die werden das Dürener Publikum schlicht begeistern“, ist sich Harald Urban, der für die Stadtwerke für das Programm zuständig ist, sicher.

Heinrich Klocke, Harald Urban und Jürgen Schulz von den Stadtwerken sowie Rolf Delhougne und Bernd Ohlemeyer vom Jazzclub (von links) freuen sich auf das Konzert mit Carleen Anderson. Foto: Burkhard Giesen

Carleen Anderson macht quasi schon in der 2. Generation Jazz, denn gemeinsam mit ihrer Mutter hat sie schon mit keinem geringerem als James Brown zusammengearbeitet. „Wenn Carleen auf der Bühne ihre dunkle Stimme erhebt, schneidet der warme Klang durch Mark und Bein wie das Messer durch die Butter“, umschreibt Bernd Ohlemeyer von Dürener Jazzclub äußerst blumig das Auftreten der stimmgewaltigen Jazzmusikerin, die wenige Tage vor ihrem Auftritt beim berühmtem Stimmen-Festival in Lörrach neben Elton John zu Gast sein wird.

Mitte 50 ist Carleen Anderson inzwischen. Neben James Brown hat sie mit Jazz-Legenden wie Maceo Parker oder Fred Wesley auf der Bühne gestanden, umgekehrt aber auch nie ein Problem gehabt, einfach mal einen Song von Oasis zu covern. Da passt es ganz gut, dass zu ihrem Trio die Keyboarderin von Prince gehört.

Weicher Standortfaktor

„Ohne die Unterstützung von Unternehmen wie den Stadtwerken könnten wir solch‘ hochkarätige Künstler gar nicht erst nach Düren holen“, betont Jazzclub-Vorsitzender Rolf Delhougne, der die Dürener Jazztage gerne auch als „weichen Standortfaktor“ bezeichnet und als wichtiges Instrument für die Wirtschaftsentwicklung betrachtet. Delhougne: „Wenn es die Dürener Jazztage nicht schon gäbe, müsste man sie glatt erfinden.“

Das allein schon deshalb, weil man ansonsten auch den Auftritt der Vorband verpassen würde. Wie in der Vergangenheit auch, setzt man dabei wieder auf eine Dürener Gruppe. In diesem Jahr wird die Big Band „Lucifers Delicious“ auf der Bühne stehen — unterstützt von Dürens Sängerin Ina Hagenau. Gemeinsam werden sie eine Mischung von Swing-Klassikern wie zum Beispiel von Count Basie bis zu Pop-Perlen von Phil Collins präsentieren. Nach dem Konzert gibt es einen weiteren Standard: Die Kneipentour.