Nideggen: Ein bunter Konzert-Mix aus möglichst vielen Genres

Nideggen : Ein bunter Konzert-Mix aus möglichst vielen Genres

Dem ursprünglichen Ziel sind der Aachener Konzertveranstalter Christian Mourad und die Kulturinitiative des Kreises Düren als Veranstalter des Festivals „Bühne unter Sternen“ in den drei Jahren ihrer Zusammenarbeit treu geblieben.

„Wir möchten einen bunten Mix aus möglichst vielen Genres anbieten“, sagt Mourad. „Und ich denke, das ist uns auch in diesem Jahr wieder gelungen.“ Der Mann hat recht. Das Programm der Festspiele auf Burg Nideggen kann sich wirklich sehen lassen. Das Konzert mit Angelo Kelly und seiner Familie ist eins, das besonders für Familien mit Kindern geeignet ist, „The Original Gipsies of Camargue“ wird alle die ansprechen, die schon vor 30 Jahren zu „Bamboleo“ getanzt haben.

Gleichzeitig kommen aber auch Musical-Fans und Freunde anspruchsvoller Schlagermusik auf ihre Kosten. Immerhin wird Vicky Leandros in Nideggen auftreten. Nicht zu vergessen Jazz-Liebhaber, denen Saxofonist Maceo Parker sicher einen unvergesslichen Abend bereiten wird, und Adel Tawil mit seiner einzigartigen Stimme. Zum ersten Mal, seit der Aachener Mourad für die Programmgestaltung der „Bühne unter Sternen“ verantwortlich zeichnet, gibt es auf Burg Nideggen sechs Konzerte an fünf Tagen.

Christian Mourad: „Ich bin davon überzeugt, dass wir ein gutes Programm haben, das jedem etwas bietet. Hinzu kommt die einzigartige Atmosphäre auf der Burg.“ Mittlerweile, ergänzt der Konzertveranstalter, sei es auch nicht mehr wirklich schwierig, Künstler beziehungsweise deren Management zu überzeugen, in Nideggen aufzutreten. „Mit so großen Namen wie Jamie Cullum, Till Brönner und Joris, die ja alle schon im Rahmen der ‚Bühne unter Sternen‘ aufgetreten sind, haben wir schon eine Marke gesetzt. So etwas spricht sich rum.“

Seit dem es im vergangenen Jahr auf der Burg mit Herbert Brockel und Tobias Schlimbach zwei neue Verantwortliche für die Gastronomie gibt, hätten sich die Künstler vom Backstage-Bereich und ihrem Catering absolut begeistert gezeigt. „Und ich spreche von Künstlern, die in Metropolen auftreten. Es passt einfach auf der Burg. Das Ambiente gefällt den Künstlern extrem gut.“ Auch die Zusammenarbeit mit der Kulturinitiative des Kreises Düren funktioniere gut. „Man merkt, dass den Verantwortlichen der Kulturinitiative die Festspiele in Nideggen sehr am Herzen liegen. Alle sind sehr bemüht und arbeiten hart, damit die Festspiele zu einem Erfolg werden.“

Natürlich liegen den Festivalveranstaltern aber nicht in erster Linie die Künstler, sondern vor allem die Besucher am Herzen. „Jeder Konzertbesucher ist uns sehr wichtig“, sagt Mourad. „Wir bekommen immer wieder Anrufe und Anfragen von Menschen, die zum ersten Mal auf die Burg kommen. Manche haben Sorge, weil man nicht mit dem Auto hoch auf die Burg fahren kann. Wir stellen gehbehinderten Festivalbesuchern aber beispielsweise Elektrorollstühle zur Verfügung.“ Grundsätzlich sei Nideggen ein guter Ort für die Konzerte. „Man kann ein bisschen durch den alten Stadtkern bummeln und dann auf die Burg kommen. Das ist einfach schön.“

Das Einzige, was jetzt für wirklich perfekte Festspiele noch fehlt, ist gutes Wetter — am besten so wie beim Konzert mit dem Sänger Joris vor zwei Jahren. „Es stimmt, dass ein Termin im September natürlich wettertechnisch nicht der optimalste ist. Aber in der Tat war es so, dass wir vor zwei Jahren bestes Festival-Wetter hatten — warm, sonnig und windstill.“

Klar, dass Mourad die Langzeit-Wetterprognosen schon jetzt dauernd im Blick hat. „Und bis jetzt ist zwischen dem 6. und dem 10. September kein langanhaltendes Tief in Sicht. Ich hoffe wirklich, dass das bis Donnerstag so bleibt.“

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