Schmidt: „Eifel-Fotogräfin“ Tanja Rongen stellt erstmals ihre Bilder aus

Schmidt: „Eifel-Fotogräfin“ Tanja Rongen stellt erstmals ihre Bilder aus

„Man muss sich bewusst werden, man hat nur dieses eine Leben und das sollte man so leben, wie man möchte“, sagt Tanja Rongen. Diesen Mut und diesen neuen Fokus möchte sie an die Betrachter ihrer Heimat-Bilder weitergeben. Am 20. und 21. Mai veranstaltet sie ihre erste eigene Ausstellung ihrer Fotografien in Schmidt, direkt neben der Bauernstube.

Die „Eifel-Fotogräfin“, wie sie sich selbst nennt, ist sich über ihr Leben bewusst geworden und hat es vor drei Jahren grundlegen geändert. Sie packte ihre Koffer und zog aus Neuss in die Eifel. Ihre Kindheit verbrachte Tanja Rongen zu großen Teilen in der Nähe von Monschau und seitdem hat die Eifel sie nicht mehr losgelassen. „Es hat mich immer wieder hierher gezogen. Es gibt einen Punkt im Leben, wo man sich überlegt, ob man noch etwas ändern kann und da war die Eifel das Objekt der Begierde“, erklärte sie ihre Motivation noch einmal ganz neu zu beginnen. „Ich wollte etwas ändern in meinem Leben, um mich selbst zu finden“.

Querschnitt aus drei Jahren

In ihrer Ausstellung zeigt sie 30 -39 Natur- und Landschaftsaufnahmen von Heimbach bis Einruhr, die in der Natur und unter freiem Himmel präsentiert werden. Gedruckt sind die Bilder auf LKW Planen und Leinwänden. Hier wird man einige bekannte und einige unbekannte Orte entdecken können, die die Schönheit der Eifel verdeutlichen.

Die Fotografien zeigen unterschiedliche Orte und Motive, aber auch gleiche Orte und Motive zu unterschiedlichen Jahreszeiten, Lichtverhältnissen und Stimmungen. Die Bilder sind ein Querschnitt aus den vergangenen drei Jahren in Tanja Rongens neuer Heimat und eine Hommage und Liebeserklärung an diese. Einige sind Schnappschüsse, andere wiederum geplante und organisierte Aufnahmen.

Wie es zu diesen Fotos kam, erklärte sie so: „Ich lasse mich treiben. Eine Kamera habe ich immer dabei, denn die spontanen Bilder sind am besten. Fotografie ist wie Therapie. Man konzentriert sich auf die Fotos, man kann abschalten und den Kopf freikriegen — fast wie Meditation“.

Bogenschießen für innere Mitte

Diesen inneren Fokus zu finden, möchte sie den Besuchern aktiv ermöglichen. Am Montag, 21. Mai, findet deswegen zusätzlich zur Ausstellung von 11 bis 14 Uhr das „Achtsame Bogenschießen“ mit Ute Zumkeller statt. Hierbei geht es darum, diesen inneren Punkt zu finden, denn sowohl Bogen und also auch Fotografie benötigen diese gezielte Fokussierung. Bei Interesse wird um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Fotografien und Bogenschießen ergänzen sich. Mit beiden Elementen möchte Tanja Rongen die Menschen ermutigen, von alten Dingen abzulassen und sich aktiv der eigenen Zukunft zu widmen. „Ich möchte den Menschen zeigen, was daraus werden kann, wenn man sich traut, loszulassen und seinen Weg zu gehen. Denn, was ist, wenn es funktioniert?“, gibt sie zu bedenken. „Es gibt kein ,Geht nicht‘, lediglich ein ,Was muss ich tun, damit es funktioniert?‘“

Denke sie an ihre erste Ausstellung, sei sie aufgeregt und freue sich sehr. „Ich freue mich darauf, mich mit den Menschen austauschen zu können“.

Die Fotografie-Ausstellung „HeimatEIFEL“ öffnet am 20. und 21. Mai jeweils von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Ausgestellt wird in Schmidt neben der Bauernstube, Heimbacher Straße 53.

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