Ehrenpreises für Soziales Engagement im Kreis Düren verliehen

Verleihung : Ehrenpreis für Soziales Engagement im Kreis Düren

Wenn überhaupt, stehen sie nur selten im Rampenlicht. Die zahlreichen Ehrenamtler im Kreisgebiet rückten jetzt bei der Verleihung des Ehrenpreises für Soziales Engagement im Kreis Düren in den Vordergrund.

Landrat Wolfgang Spelthahn moderierte durch den Abend und dankte den Preisträgern: „Ihnen allen gilt ein großes Dankeschön. Es ist schön, zu sehen, welche Vielfalt das Ehrenamt im Kreis Düren hat.“ Von Foodsharing über Tierschutz bis hin zu Integrationsprojekten waren diverse Facetten des Ehrenamts von der Jury ausgewählt worden.

Mit dem Ehrenpreis wurden der Strickkreis „Flotte Socke“ aus Nideggen, der Pferdegnadenhof „Mona und Freunde“, Tony Luysberg aus Hürtgenwald, der Leseclub der Kreisverwaltung Düren, Christiane Mockenhaupt aus Linnich, das Gymnasium Haus Overbach aus Jülich, Günter Oltrogge aus Düren, der Arbeitskreis Asyl Jülich, Heinrich Spiegelmacher aus Inden, Gerhard Göntgen aus Nörvenich, Rainer Neumann aus Jülich, Marlis Aschenhof aus Düren, die Jugendfeuerwehr der Löschgruppe Krauthausen, Roonak Aziz aus Düren, Annette Breuer-Paulmann aus Heimbach, das Dorf-Forum Ellen, Ursula und Manfred Mathar aus Nideggen, der Verein „Fußball für Kinder“, die Straßengemeinschaft Kleine Rurstraße-Grünstraße aus Jülich, das Migrantinnen-Netzwerk „Goldrute“ aus Düren, Ingrid Fergen aus Heimbach, die Marianische Schützengesellschaft Langenbroich-Bergheim, der Babybegrüßungsdienst des Kreises Düren und der Tamil Makkal Kulturverein aus Düren bedacht.

Es gab aber auch noch zwei besondere Ehrenpreise. So wurden Lena Maria Jungbluth und Dr. Ute Beate Kronenberg mit der Ehrung für Zivilcourage ausgezeichnet. Beide Frauen kamen am 4. April 2018 an einer Unfallstelle zwischen Heimbach und Vlatten vorbei, erkannten die Situation und befreiten einen schwerverletzten Fahrer aus seinem Lieferwagen, der sich überschlagen und Feuer gefangen hatte. „Dabei begaben sie sich selbst in Lebensgefahr und zogen sich Brand-, Schnitt- und Schürfverletzungen zu“, betonte Spelthahn in seiner Laudatio anlässlich der „völlig selbstlosen“ Rettungstat.

Der Sonderpreis „Indeland“ erreichte den Förderverein Gemeindezentrum Marienkapelle Jüngersdorf-Pier. Dieser Verein fördert den Betrieb und die Unterhaltung des Begegnunszentrums Marienkapelle Jüngersdorf-Pier. Und die Kapelle, so befand die Jury, symbolisiere „das Aufeinanderzugehen und das Miteinandertätigwerden der Jüngersdorfer und Pierer Bürger“ sowie „das Loslassen und das Wiederaufbauen zugunsten eines Zusammenwachsens der beiden Ortschaften“ der Gemeinde Langerwehe.

Alle Preisträger sind übrigens auch automatisch für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Eine Jury bestimmt im September in Berlin, ob vielleicht auch ein Projekt aus dem Kreis Düren deutschlandweit geehrt wird. Eine der fünf Kategorien, in denen ausgezeichnet wird, ist allerdings auch der Publikumspreis. „Ab dem 12. September kann dann im Internet für alle Projekte abgestimmt werden. Ich hoffe, dass möglichst viele für unsere Ehrenpreisträger abstimmen“, mobilisierte Spelthahn bereits jetzt.

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