Düren: Ehrenamtspreis der Stadt Düren verliehen

Düren : Ehrenamtspreis der Stadt Düren verliehen

Meist handeln sie eher im Stillen. Doch immer vor den Sommerferien rückt Dürens Bürgermeister Paul Larue (CDU) Menschen in den Mittelpunkt, die im Verborgenen Außerordentliches leisten. „Auch im Namen von Rat und Verwaltung wollen wir Ihnen Dankeschön sagen“, begrüßte Larue die Gäste zum Tag des Ehrenamtes im Rathaus.

Seit 1999 gibt es diesen Festakt, um das Ehrenamt zu stärken. Worte des Dankes und der Anerkennung fand auch Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes NRW. Sie skizzierte die Ehrenamtsstrategie des Landes und lud die Dürener ein, sich aktiv an der Ausgestaltung zu beteiligen. „Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, damit es auf Dauer gelebtes Ehrenamt gibt“, sagte Milz, die mit Larue die Auszeichnungen vornahm.

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Hildegard Sonnabend wurde für ihr Engagement in der Altentagesstätte der Awo in Rölsdorf ausgezeichnet. Ganz besonders die Kinder- und Jugendarbeit des Bürgervereins Satellitenviertel liegt Marita Scheer und Ute Schröder am Herzen. „Sie leisten Erhebliches für den Zusammenhalt der Menschen im Stadtteil“, zollte Larue Anerkennung. Peter-Josef Dohmen wurde für sein vielfältiges Engagement im kirchlichen Bereich ausgezeichnet. Seit 2007 betreut er Flüchtlingskinder. Zudem ist er von Anfang an bei der Bürgerstiftung Düren aktiv und koordiniert die Lesepaten.

Gisela Mertens arbeitet im Karmel. Sie unterstützt die Schwestern bei Einkäufen und Krankenbesuchen, übernimmt Fahrdienste und betreut die Buchbinderei. Edward Schulz ist eine Stütze der Partnerschaft zwischen Düren und der ukrainischen Stadt Stryj. Daneben unterstützt er Hilfsprojekte der freien Evangelischen Baptisten Brüdergemeinde, der er angehört.

Neben Einzelpersonen standen auch Initiativen im Mittelpunkt. Das Team des Cafés Lichtblick setzt sich für sozial schwache und wohnungslose Menschen ein. Im Café werden diese versorgt, erhalten für einen kleinen Obolus eine Mahlzeit.

„Mit das Wertvollste, das Sie haben, ist Zeit“, dankte Larue den Ehrenamtlichen, dass sie sich auch Zeit für Gespräche und Zuwendung nehmen.

Für Patienten und Angehörige

Ein Dank, der auch an die „Grünen Damen“ des St.-Augustinus-Krankenhauses ging. Die 20 Frauen kümmern sich um die Belange der Patienten und stehen auch den Angehörigen als Ansprechpartner zur Verfügung. Die „Jungen Herren“ der Evangelischen Gemeinde zu Düren sind aktiv, um Vogelhäuschen, Nikoläuse und andere Objekte aus Holz herzustellen, die für den guten Zweck verkauft werden. Nicht nur soziale Projekte der Gemeinde profitieren davon, sondern auch die Dürener Tafel. Die Schüler der Stadtmauer-AG des Stiftischen Gymnasiums wurden geehrt, weil sie sich für den Erhalt und die Erkundung der Stadtmauer und die Weitergabe des Wissens einsetzen. „Wir haben auch junge Menschen, die sich für andere einsetzen. Das stimmt zuversichtlich“, blickt Dürens Bürgermeister optimistisch in die Zukunft des Ehrenamtes.

(sj)
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