Düren: Ehrenamtler für die Freizeitgruppe „Monokel“ dringend gesucht

Düren : Ehrenamtler für die Freizeitgruppe „Monokel“ dringend gesucht

Still und meistens von der Öffentlichkeit unbemerkt arbeitet seit vier Jahrzehnten die Freizeitgruppe „Monokel“. Gegründet wurde sie damals im Umfeld des Sonderkindergartens am Sonnenweg in Rölsdorf. Eltern und Menschen, die mit Behinderten zusammen arbeiteten, hatten sich zum Ziel gemacht, ein Freizeitangebot für Behinderte und Nichtbehinderte aufzubauen.

Eine Absicht, die bis heute noch verfolgt wird, aber nicht ganz erreicht wurde, wie Mitbegründer Günter Hollerberg in einer Feier zum 40-jährigen Bestehen eingestehen musste.

Im Sonderkindergarten in Rölsdorf, so erinnerte Hollerberg, wurden Kinder mit Behinderungen damals bis zum neunten Lebensjahr betreut. Ein Freizeitangebot gab es für die Heranwachsenden nicht. Aus ihren Reihen kam die Anregung, die fünf behinderten Kinder aufzunehmen und die Freizeitgruppe „Monokel“ auf die Beine stellten. Seitdem wird alle zwei Wochen freitags ein Treffen organisiert. Dabei wird mit den Beteiligten über das Programm abgestimmt und zum Beispiel Ausflüge, Disco- und Grillabende sowie Besichtigungen organisiert.

Schon damals waren ehrenamtliche Mitarbeiter knapp. „Das hat sich bis heute nicht geändert“, bedauerte Günter Hollerberg. Mit fatalen Folgen: Aufnahmestopp für Behinderte seit nunmehr 13 Jahren. „Einfach eine Folge fehlender Betreuer“, wie Mechthild Häuser aus dem Betreuer-Trio kommentierte. So bleibt das Programm vorerst wie es ist.

In der Begrüßung der zahlreichen Gäste von Karin Kleu wurde insbesondere die langjährige Unterstützung dank des Lions Clubs Düren und des Rotary-Clubs Düren hervorgehoben. Mit ihrer Hilfe ließen sich Ausflüge und Ferienmaßnahmen, beispielsweise an der belgischen Küste, realisieren.

In seinem Rückblick erinnerte Günter Hollerberg auch an den MSC Nörvenich, der insbesondere in den 80er Jahren mit den Gruppenmitgliedern Ausflüge unternahm und sie zu Bildersuchfahrten mit auf die Strecken nahmen. Nach dem gelungenen Festabend zum 40-jährigen Bestehen mit vielen ehemaligen Gruppenmitgliedern, Eltern und Betreuern sowie den Förderer war man sich einig: „Wir machen weiter.“

(fjs)
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