Düren: Dürens SPD fordert Ausbau des Busverkehrs

Düren: Dürens SPD fordert Ausbau des Busverkehrs

Es ist eine alte Platte, die Henner Schmidt gewissermaßen selbst besungen hat und nun neu auflegt. Seit Jahren fordert der Fraktions-Chef der SPD ein drittes Gleis am Dürener Bahnhof, um die Zugverbindungen in Richtung Köln und Aachen zu verbessern. Seit klar ist, dass die Euregiobahn von Weisweiler nach Langerwehe fahren wird und daran gedacht ist, die Verbindung bis nach Düren auszubauen, ist Schmidt mit seinem Thema wieder präsent.

„Wir lassen da nicht locker”, sagt er. Nun sei es so, dass „die Stadt nichts mehr machen muss”. Das hätten andere getan. Was der Bürgermeisterkandidat der SPD meint: Das Rathaus wollte einst das dritte Gleis ganz stilllegen und die Nordbrücke am Bahnhof, über die der Schienenstrang geführt wird, abreißen lassen.

Ein Gericht hat das verhindert. „Zum Glück”, sagt Schmidt. Jetzt sollte die Stadt aber reagieren und die Voraussetzungen für einen Park&Ride-Parkplatz schaffen, wenn besagtes drittes Gleis und die Verbindung Langerwehe - Düren tatsächlich kommen. Das es so kommt, ist für den Sozialdemokraten ausgemachte Sache. Der zuständige Nahverkehrsverband Rheinland habe den Bedarf erkannt und Zustimmung signalisiert. Ob wirklich gebaut wird, hängt auch von Zuschusszusagen ab, die das Land NRW geben müsste.

Der P&R-Parkplatz soll dicht am ehemaligen Derichsweiler Bahnhof liegen. Pendler aus dem Westen und Süden könnten ihn nutzen. Die SPD wünscht sich Stellflächen wie in Merzenich, „die sind immer voll”, so Schmidt. Nach Vorstellungen der SPD soll Derichsweiler dann auch einen Haltepunkt erhalten und ein verbessertes ÖPNV-Angebot.

Ulrich Titz, SPD-Ortsvereinsvorsitzender Nordwest: „Uns schwebt ein Ringbus-System vor.” Die Busse sollten im Norden unter anderem die Stadtteile Mariaweiler, Hoven, Echtz, Merken und Konzendorf verbinden, im Süden Lendersdorf, Niederau, Gürzenich und Birgel. Titz: „Uns geht es darum, die Orte, die nicht so versorgt sind, etwa mit Ärzten, Apotheken oder Supermärkten, an die Stadtteile anzubinden, die entsprechende Angebote haben.”

Das sei vor allem angesichts der demografischen Entwicklung mit immer mehr älteren Menschen notwendig. „Das darf dann auch etwas kosten”, sagt Henner Schmidt. „Womöglich findet die Kreisbahn aber auch intelligente Lösungen, um auf anderen Linien zu sparen.”

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