Düren: Dürener SPD setzt auf Kompetenzteams

Düren: Dürener SPD setzt auf Kompetenzteams

Henner Schmidt wird im Sommer viel unterwegs sein. Vor allem da, wo die SPD, seine SPD, traditionell stark ist. Im Grüngürtel etwa. Schmidt will Bürgermeister von Düren werden. Deshalb macht er Hausbesuche, „um unsere Stammwähler zu mobilisieren”.

Diesen Weg geht er bewusst; er könnte auch einen anderen gehen, das will er aber nicht. Der Sozialdemokrat will sich da, wo die CDU ihre Hochburgen hat, nicht so sehr verausgaben. „Ich muss realistisch einschätzen, welche Zeit zur Verfügung steht”, sagt er.

Nicht genug, um alles zu schaffen. Das heiße aber nicht, sagt Schmidt, dass die SPD nicht „überall präsent sei. Unsere Kandidaten vor Ort sind ja da, sie werben für unsere Politik.”

Henner Schmidt gegen Paul Larue, den amtierenden CDU-Bürgermeister. Das ist der Zweikampf, der wahrscheinlich am 30. August entschieden wird. Zwei Wochen nach den Sommerferien, so sieht es derzeit aus, wird die Kommunalwahl in NRW stattfinden. „Wir werden dann vieles auf genau diese beiden Wochen konzentrieren”, sagt Schmidt.

Die Vorbereitungen laufen natürlich schon länger. Schmidt hat Kompetenzteams gebildet, um verschiedene Themen zu besetzen. Verkehr, Stadtentwicklung, Sport, Kultur, Wirtschaftsförderung. Eine SPD-Mitgliedschaft sei nicht erforderlich gewesen, um Mitglied eines Kompetenzteams zu werden, sagt Schmidt, „ich war da sehr offen”. Namen nennt der Sozialdemokrat nicht, „das haben wir so vereinbart”. An den Sachthemen wird im Hintergrund gearbeitet.

Schmidt will die Dürener Stadtteile „besser in den ÖPNV einbinden”. Busfahrten sollen bezahlbarer werden. Derzeit erarbeite die SPD Vorschläge, wie der Plan finanziert werden könnte - eine Aufgabe für ein Kompetenzteam. Außerdem fordert Schmidt ein „drittes Gleis am Bahnhof”, auf dem Könnte eine S-Bahn fahren, Richtung Aachen.

In Derichsweiler würde die SPD dann einen Haltepunkt einrichten für Pendler aus dem Westen. Dass die SPD die Stadtwerke zurückkaufen will, Dürens Kulturbetriebe unter einem Dach versammeln möchte und eine dritte Gesamtschule fordert, ist bekannt.

„Wir wollen die absolute Mehrheit der CDU brechen, das ist das Minimalziel”, sagt Henner Schmidt. Und wenn es eben ginge, hätte er nach der Wahl gerne eine Ampel-Koalition aus SPD Grünen und FDP. Sich und seiner Partei wünscht er „ein respektables Ergebnis”, ohne freilich Zahlen nennen zu wollen. Das will er erreichen mit „einer an den Inhalten ausgerichteten Politik, die nicht wie bei Paul Larue hauptsächlich auf Repräsentation setzt”.