Dürener Meisterchor „Camerata“ mit mittelalterlichem Werk

Dürener Meisterchor : „Camerata“ begeistert mit mittelalterlichem Werk

Mit zwei Vertonungen des mittelalterlichen „Stabat Mater“-Gedichtes begeisterte vergangenen Sonntag der Dürener Meisterchor „Camerata“ in der Marienkirche.

Unter der Leitung von Andrea und Peter Eich liefen die Sängerinnen und Sänger sowie das begleitende Orchester zu Höchstleistungen auf.

Das „Stabat Mater“, eine lateinische Dichtung, die vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammt, thematisiert die Schmerzen der Maria um ihren gekreuzigten Sohn Jesus. Das in bildhafter Sprache verfasste Werk wurde dutzende Male von klassischen Komponisten vertont. So auch von Gioachino Rossini und Josef Gabriel Rheinberger, deren Interpretationen die „Camerata“ am Sonntagnachmittag zum Besten gaben.

Schnell sang sich der etwa 40-köpfige Chor, der sich seit dem Jahr 2009 „Meisterchor“ im Chorverband NRW nennen darf, in die Herzen der Zuhörer. Reine Chorpassagen wechselten sich mit Soli und gemischten Stücken ab. Die immense Klanggewalt der Sängerinnen und Sänger in Kombination mit dem virtuosen Orchester erzeugte eine ergreifende Atmosphäre. Auch in ruhigen, andächtigen Momenten waren die Musiker perfekt aufeinander abgestimmt und lieferten eine beeindruckende Leistung ab. Die Marienkirche mit ihren großen, bunten Wandfenstern bot die passende Kulisse für diesen musikalischen Nachmittag.

Auch die vier Solisten Andrea Eich (Sopran), Daniela Bosenius (Alt), Robert Reichinek (Tenor) und Rainer Land (Bass) trumpften mit einer beachtlichen Gesangsleistung auf. Allein, im Duett oder auch zu viert überzeugten sie mit kräftigen und klaren Stimmen, die für Gänsehaut-Stimmung sorgten.

Andrea Eich, studierte Kirchenmusikerin, Sängerin und Leiterin mehrerer Chöre wurde bei ihren Soloeinlagen von ihrem Mann Peter Eich abgelöst, mit dem sie die „Camerata“ im Jahr 1993 gemeinsam gegründet hatte.

Der geistlichen Dimension des Werkes wurde das Konzert offenbar gerecht. Den Zuhörern imponierten die „Stabat Mater“-Vertonungen spürbar, wie dem ausgiebigen Beifall zu entnehmen war.

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