Düren: Dürener Jazztage: Ein erstes Konzept steht

Düren : Dürener Jazztage: Ein erstes Konzept steht

Wie kann es gelingen, die Jazztage 2018 zu einem Erfolg werden zu lassen? Und wie kann man die Dürener Jazztage für die Zukunft dauerhaft neu aufstellen?

Nach dem unerwarteten Tod des Jazzclub-Vorsitzenden Rolf Delhougne nimmt mit Bernd Ohlemeyer der stellvertretende Vorsitzende des Jazzclubs genau diese Fragen in Angriff und hat sich als erstes Verstärkung gesucht. Oliver Mark und Henner Schmidt von „Planet Jazz“ sollen dabei helfen, ein langfristig tragfähiges Konzept für die Veranstaltung zu finden.

Eine Entscheidung ist im Gespräch mit den Sponsoren bereits gefallen. Ohlemeyer: „Wir wollen künftig nicht mehr verschiedene Sponsoren-Abende veranstalten, sondern gemeinsam mit einem guten Konzept auftreten. Und wir wollen wieder Jazz-lastiger werden.“ Für 2018 ist wie gewohnt als Auftakt am Mittwoch (in diesem Jahr am 6. Juni) die Veranstaltung „Startbahn Jazz“ beim Dürener Service-Betrieb vorgesehen.

„Am Freitag soll es dann einen Top-Act auf der Bühne am Kaiserplatz geben, und am Samstag wird der Schwerpunkt auf der Kneipentour liegen“, erklärt Bernd Ohlemeyer. Seine Vorstellung: Die Bühne könnte in die Kneipentour miteinbezogen werden, die Kneipen nicht erst am Abend beginnen. Auch die Idee, das Stadtcenter und den Wochenmarkt tagsüber für die Kneipentpour zu nutzen, liegt auf dem Tisch. Wie in der Vergangenheit soll es am Sonntag wieder ein Abschlusskonzert geben — in der Christus- oder Marienkirche, falls möglich. Nachdem die Commerzbank sich aus der Sponsorenriege verabschiedet hat, bleibt offen, ob es am Donnerstag eine Veranstaltung geben wird. Ohlemeyer stellt die Veranstaltungen allerdings unter einen Vorbehalt: Es gibt finanzielle Altlasten, die der Jazzclub aufarbeiten muss.

Manöverkritik

Mindestens so wichtig ist für ihn die Perspektive der Jazztage: „Wir wollen uns nach den Sommerferien zur Manöverkritik zusammensetzen und schauen, was wir verbessern können. Wir haben die Chance, die Jazztage neu zu organisieren und sind auf einem guten Weg“, betont Ohlemeyer. Das sieht auch Henner Schmidt von „Planet Jazz“ so, der davon spricht, die zuletzt „eingetrampelten Pfade“ verlassen zu wollen.

„Langfristig sollen sich die Jazztage perspektivisch verändern“, sagt er, und meint qualitativ hochwertigere Veranstaltungen. Ohlemeyer hat dazu für dieses Jahr schon einen Künstler an der Angel, den man in der Tat in die Kategorie Hochkaräter einordnen würde. Einen Namen will er noch nicht in der Öffentlichkeit sehen, nur so viel: „Es wird kein Schlagersänger sein.“ Das hatte man zuletzt zu oft.

(bugi)
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