Düren: Dürener Jazztage bieten Konzert der Extraklasse

Düren: Dürener Jazztage bieten Konzert der Extraklasse

Warmtanzen war angesagt beim zweiten Konzert der 21. Dürener Jazztage. Trotz Kälte und Nieselregen waren rund 800 Jazzfreunde in den Garten der Commerzbank gekommen, um gemeinsam mit Willy Ketzer, Martin Sasse, Jens Foltynowicz, Terrence Ngassa, Tilo Baron, Zeeteah Massiah, David A. Tobin und Deborah Woodson zu swingen, grooven und jazzen.

Die meisten der acht Künstler waren schon mehrfach beim Jazzabend der Commerzbank, der Stimmung hat das keinerlei Abbruch getan. „Ich mag diesen wohl klingenden Jazz”, so Jochen Floeter aus Düren. „und ich mag die tolle Stimmung hier.

Ganz ähnlich war das auch am Mittwochabend bei der „Startbahn Jazz” (die „DN” berichteten). Nach der Big Band „Fat Cat” der Musikschule Düren und der niederländischen Band „NAwlins” begann gegen 20.45 Uhr der eigentliche Höhepunkt des Abends mit dem Frank-Muschalle-Trio und dem aus Düren stammenden Musiker Engelbert Wrobel. „Ich habe früher mit Engelbert Wrobel zusammen Musik gemacht”, so Rüdiger Willkomm aus Langerwehe, der heute noch bei der Band „Sunday Jazz” als Schlagzeuger mit von der Partie ist. „Und ich bin nur wegen Engelbert heute hier zu diesem Konzert gekommen.”

Ein Besuch, der sich auf jeden Fall lohnte. Wrobel, der die Begegnung mit den vielen Freunden und Bekannten von früher sichtlich genoss, sowie Frank Muschalle und seine Band-Kollegen sorgten dafür, dass in der Halle des Dürener Betriebshofes kaum einer auf den Bänken sitzen blieb. Muschalle begeisterte mit fetzigen, rockigen Boogie-Woogie-Melodien, und Wrobel machte seinem Ruf als einer der besten europäischen Saxophonisten alle Ehre.

Besonders seiner Klarinette entlockte der Vollblut-Musiker wunderbar einfühlsame und melodische Töne. Allen Akteuren auf der Bühne war die Freude an ihrer Musik deutlich anzumerken. „Ich bin sehr froh, dass es uns endlich gelungen ist, Engelbert Wrobel heute nach Düren zu holen”, freute sich auch Betriebshof-Chef Richard Müllejans.

„Ich versuche das schon seit Jahren, aber es hat aus terminlichen Gründen nie geklappt.” Wie gut, dass Richard Müllejans so hartnäckig war.

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