Düren: Dürener Feuerwehr nimmt Erweiterungsbau in Betrieb

Düren: Dürener Feuerwehr nimmt Erweiterungsbau in Betrieb

Kurz vor Weihnachten sind der Dürener Feuerwehr „sehr berechtigte Wünsche” abschließend erfüllt worden. „Heute ist ein bedeutender Tag”, sagte Bürgermeister Paul Larue, als er den Anbau an der Hauptwache offiziell seiner Bestimmung übergab.

Larue betonte, „wie notwenig der Bau” gewesen sei. „Das Feuerwehrleben spielte sich teilweise nur noch auf dem Flur ab”, sagte der Chef des Dürener Rathauses.

Knapp 1,5 Millionen Euro hat das Haus an der Brüsseler Straße gekostet. 1,35 Millionen kamen aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung als Zuschuss, den Rest bezahlte die Stadt. Bürgermeister Larue sagte, dass der Feuerwehr-Anbau eine der „größten Maßnahmen in der Stadt war, die aus dem Konjunkturpaket finanziert wurde”. Vergleichbar mit der Umgestaltung des Museumsvorplatzes und des Gymnasiums am Wirteltor.

Lob ans Rathaus

In der neuen Halle können auf 250 Quadratmetern drei Feuerwehrfahrzeuge untergestellt werden. Im Erdgeschoss (340 qm) befindet sich die Mannschaftsunterkunft, darüber die Räume für die Verwaltung. An der Brüsseler Straße sind die Berufsfeuerwehr und die zwei Züge der Freiwilligen Innenstadtwehr beheimatet.

Jürgen Pelzer, der Chef der Dürener Wehr, sagte, dass seine Abteilung „eine lange Zeit nur behelfsmäßig untergebracht war”. Aber „Gott sei Dank erinnert man sich später nicht mehr an die negativen Dinge”. Ausdrücklich dankte der Wehrleiter dem Dürener Rathaus.

„Die Verwaltung steht hinter uns - und das mache ich nicht nur an diesem Haus fest.” Pelzer spielte damit auf den Streit zwischen Politik und Verwaltung im Zusammenhang mit der Beschaffung einer neuen Drehleiter an. Es geht in der Hauptsache darum, wie teuer diese Anlage sein darf.

Die beiden Leiter der Freiwilligen Löschzüge, Markus Schmitz und Bernd Kück, wiesen darauf hin, dass sie „nun bessere Qualität liefern können”. Die Wehrmänner seien durch das neue Gebäude „besser motiviert”.

Das zeige sich unter anderem an steigenden Mitgliederzahlen. Markus Schmitz sagte, jeden Monat würden von der Freiwilligen Wehr rund 1000 ehrenamtliche Stunden Arbeit geleistet. „Für die Menschen in Düren und sonst niemanden”, so der Feuerwehrmann.

„Gesund bleiben”

Ralph Schauerte, Vorsitzender des Feuerwehrbeirates, wünschte der Dürener Wehr, dass „sie immer gesund von ihren Einsätzen nach Hause kommt”. Das sei nicht immer der Fall. Bisweilen brauchten die Wehrleute nach ihren Einsätzen in Düren nicht nur physische, sondern auch psychische Betreuung.