Dürener Fechtclub schickt Teilnehmer nach Weinheim

Fechten : Dürens Nachwuchs bei der Deutschen Meisterschaft

Am vergangenem Wochenende fanden in Weinheim an der Bergstraße die Deutschen A-Jugendmeisterschaften (15 bis 17 Jahre) im Florettfechten statt. Mit dabei waren in Einzel Lisa Ricken und Norwin Ridder vom Dürener Fechtclub und als Damenteam Lisa mit Cordula Ridder und Alrun Ridder.

An den Start gehen im Einzel jeweils die besten 98 qualifizierten Fechter der 20 Landesverbände über die laufenden Ranglisten des Deutschen Fechterbundes und der Regionen. Alleine dieses Kriterium aus tausenden von Sportlern bundesweit zu erreichen, ist immer wieder ein Achtungserfolg für die kleinen Vereine, zu denen der DFC immer noch zählt. Insgesamt schaffen fast nur 40 Vereine den Sprung zum Saisonhöhepunkt, die meisten davon sind Bundes- oder Landesstützpunkte mit professionellen Strukturen.

Im Herrenflorett gelangen Norwin Ridder zwei Siege aus sechs Gefechten und unter normalen Umständen hätten diese ausgereicht, um das Hauptfeld der besten 74 zu erreichen. Doch das Starterfeld war zu ausgewogen, so dass er doch als 79. mit nur sechs Treffern Unterschied, bereits ausschied. Dennoch war seine Saison ein toller Erfolg, zumal er sich gerade mitten im Abitur befindet.

Bei Lisa Ricken lief es dafür umso besser. Zwar verlor sie ihre beiden ersten Gefechte knapp mit 4:5, konnte sich dann aber viermal durchsetzen und sich somit ein Freilos für die erste KO-Runde sichern. Im 64er traf sie dann auf eine Konkurrentin aus Schwerin, die sie mit 15:8 bezwingen konnte und somit unter den besten 32 stand. In dieser Runde traf sie auf eine Dauerkonkurrentin aus Cottbus, gegen die sie diesmal kein Mittel fand und „zu 7“ verlor. Am Ende verbuchte sie aber für sich und den DFC den tollen Achtungserfolg eines 23. Platz.

Am zweiten Wettkampftag stellte der DFC dann noch eine von 21 Damenmannschaften. Aufgrund des Einzelergebnissen von Lisa, die als 17. war, gesetzt ging es gleich im ersten KO gegen die Nummer 16 aus Darmstadt ums Ganze. Die drei Dürener ließen aber nichts anbrennen und gewannen mit 45:26. Das folgende Gefecht gegen die an Nummer eins gesetzte Mannschaft aus Weinheim mit der frisch gebackenen Deutschen Meisterin ging zwar deutlich mit 16:45 verloren, lässt sich aber verkraften, weil dieses Team auch Mannschaftsmeister wurde und selbst im Finale gegen Moers nur 18 Treffer zuließ.

In den folgenden Platzierungsgefechten der Dürener war man nicht chancenlos, ließ aber zwischendurch gegen einzelne Gegnerinnen immer wieder zu viele Treffer liegen, so dass am Ende mit Niederlagen gegen Stuttgart („zu 33“) und der Startergemeinschaft Quernheim/Bochum mit 32 Treffern ein dennoch toller 15. Platz herauskam.

„Im Fechtsport gibt es für die Sportler nur wenig Schonraum, was die Leistungsspitze anbetrifft. Wenn man sich auf das Abenteuer Qualifikation einlässt, steht man schnell mit den großen Vereinen wie Tauberbischofsheim und Bonn auf der Fechtbahn, daher sind die Ergebnisse aus Sicht des Dürener Fechtclubs nicht hoch genug zu bewerten“, schätzt Fechttrainer Carsten Muschenich das Wochenende abschließend ein.

An den kommenden beiden Wochenenden folgen dann noch die Deutschen Meisterschaften der Junioren in Schwerin und die der B-Jugend in Moers, bei denen der DFC wieder angreift.

Interesse den Fechtsport kennen zu lernen? Der Verein bietet Anfängerkurse für Kinder bis 14 Jahre an, ältere steigen nach Absprache in das Training ein.

www.duerener-fechtclub.de

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