Düren: Dürener CDU stellt ihr Wahlprogramm vor

Düren: Dürener CDU stellt ihr Wahlprogramm vor

Die Dürener CDU versteht sich als Team. Rat und Bürgermeister bilden eine Einheit, die eng zusammen arbeitet, die nur gemeinsam erfolgreich sein kann. Deswegen stellten auch am Montag Fraktionsvorsitzende Stefan Weschke, Parteivorsitzender Thomas Floßdorf und Bürgermeister Paul Larue gemeinsam das „Arbeitsprogramm 2014 - 2020“ ihrer Partei vor. Es umfasst zwölf Themenschwerpunkte mit 80 Einzelmaßnahmen.

Thema Bildung: Die CDU-Politiker möchten die Grundschulen vor Ort sichern und auch alle weiterführenden Schulen in ihrem Bestand garantieren, jedenfalls solange ausreichend Nachfrage besteht. „Ohne Not“, so Thomas Floßdorf, „werden wir nichts verändern. Mit uns wird es in Düren keine Sekundarschule geben.“ Immerhin zwei von drei Hauptschulen würden in Düren sehr gut angenommen.

Thema Arbeitsplätze: Düren, so die Meinung der Christdemokraten, braucht neue Gewerbegebiete. Außerdem soll es in der gesamten Stadt schnelles Internet geben. Handwerk soll gefördert werden, genau wie die Ansiedlung von zukunftsträchtigen Branchen wie IT und Gesundheitswirtschaft.

Thema Wohnraum: Es müsse in Düren, so Floßdorf, guten und bezahlbaren Wohnraum für alle Einkommensgruppen geben. „Es ist gut, dass wir attraktiven Wohnraum für Menschen mit kleinem Einkommen haben. Aber wir müssen auch Menschen mit mittlerem und höherem Einkommen ein attraktives Angebot schaffen. Wir müssen mehr Kaufkraft nach Düren holen.“

Thema Stadtteile: Die Quartiere sollen gestärkt werden. Paul Larue: „Wir wollen versuchen, die Möglichkeit zu schaffen, dass die Menschen bis ins Alter in ihrem Stadtteil bleiben können.“ Dazu sei es unter anderem notwendig, eine ortsnahe Infrastruktur vom Kindergarten bis zur Altentagesstätte in den Stadtteilen zu schaffen.

Thema Belebung der Innenstadt: Die Innenstadt, so Stefan Weschke, soll Magnet und überregionales Handelszentrum bleiben. Zum Beispiel mit Hilfe von kostenlosem Internet und einer Sanierung der Kölnstraße. Außerdem soll ein neues Konzept für die Außengastronomie erarbeitet werden.

Thema Sport: Hier will die CDU gute Voraussetzungen für Breiten- und Spitzensport schaffen, etwa durch mehr Zuschüsse für Vereine, die Jugendarbeit betreiben.

Thema Kultur: „Ich verspreche einen städtebaulichen Tusch“, so Paul Larue in seiner Funktion als Kulturdezernent und spielt auf die Erneuerung des Papiermuseums an. Gleichzeitig soll es im 2015, dem „Jahr des Papiers“ einen hochwertigen Papiermachermarkt an der Rur geben.

Thema Familie: Die CDU gibt ein klares Bekenntnis zu einem eigenständigen, städtischen Jugendamt und will den U 3-Ausbau in den Kitas vollenden.

Thema Integration: „Der Integrationsrat“, so Floßdorf, „wird kommen. Düren soll Heimat für Menschen aller Nationalitäten sein.“

Thema Verkehr: Ein kostenloses Busnetz, wie von der SPD gefordert, wird es mit der CDU nicht geben. „Das“, so Stefan Weschke,“ ist nicht zu finanzieren. Die CDU setzt dagegen unter anderem auf einen Ausbau des Radwegenetzes. Gleichzeitig soll aber auch in ein Navigationskartensystem investiert werden, um die Lkw um die Stadt herumzuführen.

Thema demografischer Wandel: Bezahlbarere Projekte für Mehrgenerationen wohnen stehen auf der Agenda der Christdemokraten. Außerdem soll ein Demografie beauftragter eingestellt werden.

Thema Finanzen: „Wir wollen“, so Finanzexperte Weschke, „solide Kommunalfinanzen und ausgeglichene Haushalte für die nachfolgenden Generationen vorhalten.“ Es gäbe durchaus Spielräume in der mittelfristigen Finanzplanung. „Die wollen wir mit Augenmaß füllen. Wir versprechen in unserem Wahlprogramm nichts, was nicht finanzierbar ist.“ Auch bisher, so Paul Larue, habe man in Düren immer der Geldbörse entsprechend gehandelt. „Wir haben seit 1999 über 30 Millionen in die Schulen saniert. Aber eben Stück für Stück. Wir investieren fünf Millionen in die Schultoiletten, aber immer nur eine Million pro Jahr.“

Das Arbeitsprogramm im Netz: www.cdu-dueren.de

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