Dürener CDU präsentiert Ergebnisse ihrer Klausurtagung

Dürener CDU legt 13-Punkte-Plan vor : „Bürgerfreundlich, modern, familienorientiert“

Die nächste Kommunalwahl steht zwar erst im Herbst 2020 an, auf einer Klausurtagung hat die Dürener CDU aber jetzt schon gut ein Dutzend Punkte herausgearbeitet, die ihr Richtung 2030 am Herzen liegen. „Bürgerfreundlich, modern, familienorientiert“, überschreibt der Stadtparteivorsitzende Thomas Floßdorf das Strategiepapier, das er mit Fraktionschef Stefan Weschke unter dem Motto „Düren kann mehr“ vorstellte.

Die Christdemokraten wollen sich nach dem Abschluss des mehrjährigen Sanierungsprogramms für Schultoiletten und der bereits beschlossenen Sanierung der Turnhallen nun auch den zum Teil in die Jahre gekommenen Toiletten und Sanitärräumen in Kitas widmen. Weschke sieht hier einen Sanierungsbedarf von sicherlich zwei Millionen Euro. Auch die Flexibilisierung der Kita-Öffnungszeiten zwischen 6.30 und 18 Uhr steht ganz oben auf der Agenda, möglichst an den Bedarf der Eltern in jeder einzelnen Kita angepasst. Und die immer stärker nachgefragte Offene Ganztagsgrundschule soll nicht nur weiter ausgebaut werden, sie soll auch einheitliche Standards erhalten, ein Leitbild, schwebt Floßdorf vor, das Raumbedarf, Ausstattung und pädagogisches Konzept vorgibt.

Den 13 weiterführenden Schulen will die CDU anbieten, dass sie – wenn gewünscht – Tablet-Klassen einrichten können. Dafür würde sie in einem ersten Schritt rund 100.000 Euro zur Verfügung stellen. Damit könnte, erklären Weschke und Floßdorf, jede Schule eine Klasse mit 30 Schülern ausstatten und moderne Bildung unabhängig vom Einkommen der Eltern machen.

Die CDU spricht zudem von einer Weiterentwicklung des städtischen Ordnungsdienstes mit einem „anlassbezogenen Einsatzkonzept“ (Weschke). Mit dem Wechsel in der Amtsleitung sei jetzt der ideale Zeitpunkt, betont die CDU-Spitze, die aufgrund des neuen NRW-Polizeigesetzes auch noch einmal einen Vorstoß Richtung Videoüberwachung neuralgischer Plätze (Kaiserplatz, Haus der Stadt, Bahnhof) unternehmen will.

Die Wachstumsoffensive des Kreises sollte die Stadt aufnehmen und ihrerseits alles daran setzen, die 100.000-Einwohner-Marke zu knacken. Dafür  würden die Christdemokraten in allen Stadtteilen neue Baugebiete ausweisen, die möglichst auch einkommensstärkere Familien zur Verbesserung der Sozialstruktur anlocken sollen.

Die CDU-Doppelspitze, Thomas Floßdorf (r.) und Stefan Weschke, präsentierte einen 13-Punkte-Plan. Foto: ZVA/Jörg Abels

Die CDU will sich dafür einsetzen, dass die Bürger mit Hilfe von Planungsbüros über die Zukunft ihrer Stadtteile mitentscheiden können, und sie fordert die Entwicklung eines Konzepts „Wohnen im Alter im Ort“ mit „Konzepten abseits der klassischen Senioreneinrichtungen“, erklärt Floßdorf. Für die Entwicklung des Bahnhofsumfeldes und des Langemarckparks schwebt der CDU ein Ideenwettbewerb vor, in den auch der Bauverein eingebunden werden solle. Bei allem Erfolg des City-Tickets XL sollte auch das Parken in der Stadt einfacher und der Radverkehr sicherer werden. „Valencienner- und Bismarckstraße sind Beispiele, wie man es nicht machen sollte“, betont Weschke.

Einig sind sich die Christdemokraten darin, dass Düren besser ist als sein Ruf. Daher kann sich die CDU vorstellen, 100.000 Euro in eine Imagekampagne zu investieren.

Wichtig sind der Partei aber auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Zuge des Strukturwandels. Deshalb würde Weschke neben der guten Kooperation mit den Gemeinden Niederzier, Merzenich und Kreuzau am liebsten auch noch einmal einen Vorstoß Richtung Langerwehe wagen, denn „Windräder sehe ich an der A4 im ehemals gemeinsam geplanten Gewerbegebiet bis heute nicht und wir brauchen dringend neue Industriearbeitsplätze“.

Letztlich wiederholt die CDU ihre Forderung, die Bürger bei der Grundsteuer B zu entlasten. Diese hatte sie zuletzt der kompletten Beitragsfreiheit im Kita-Bereich geopfert, könne aber 2020/21 Realität werden, wenn das Land die Beiträge für ein zweites Kita-Jahr übernimmt und die Stadt dann 900.000 Euro spart. „Dies würde 30 Prozentpunkte bei der Grundsteuer B ausmachen, rechnet Weschke vor.