Kreuzau: Dürener Bauverein könnte in Kreuzau mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen

Kreuzau : Dürener Bauverein könnte in Kreuzau mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen

Günstigere, bezahlbare Wohnungen in der Gemeinde Kreuzau? Dieses Thema greift der Sanierungs- und Entwicklungsausschuss am Dienstag, 13. März, 19 Uhr (Rathaus), auf. Die anstehende Diskussion fußt auf einem Antrag der SPD-Fraktion.

Sie fordert die Gemeinde auf, Möglichkeiten auszuloten, um künftig das Wohnen in der Gemeinde Kreuzau für Menschen mit kleinerem Geldbeutel erschwinglicher zu machen. Bezahlbarer Wohnraum sei „faktisch nicht vorhanden“, heißt es im entsprechenden Antrag. Der SPD-Fraktion schwebt — falls realisierbar — vor, dass die Gemeinde eine eigene Wohnungsbaugesellschaft oder -genossenschaft gründet.

Den Vorschlag hat die Verwaltung bereits abgelehnt. Ein Grund: Wirtschaftlich wäre dieser Schritt nur sinnvoll, wenn 1000 Wohnungen zum entsprechenden Portfolio gehören würden. Jedoch habe die Verwaltung bereits mit dem Dürener Bauverein gesprochen, der als öffentlich getragener Wohnungseigentümer bezahlbare 217 Häuser und 1397 Wohnungen in Düren verwaltet. Der Bauverein habe der Gemeinde signalisiert, so steht es in der Ausschussvorlage, auch in Kreuzau aktiv zu werden — selbst ohne Mitgliedschaft der Gemeinde Kreuzau.

Prozentsatz festlegen

Bestärkt werde die Ansicht der Verwaltung dadurch, dass der Kreis Düren nach einem Antrag der Kreis-SPD (Januar 2016) ebenfalls keine eigene Gesell- oder Genossenschaft gegründet hatte, aber einen Anteil von 25 Prozent am Bauverein erwarb, damit der auch außerhalb der Stadt Düren aktiv werden kann.

Des Weiteren schlägt die Gemeindeverwaltung als Antwort auf den SPD-Fraktions-Antrag vor, bei künftigen Bebauungsplänen und städtebaulichen Verträgen Vorgaben festzuschreiben, die mehr bezahlbaren Wohnraum ermöglichen. So könnte ein prozentualer Anteil festgelegt werden, der bei künftigen Wohnungsbauprojekten für bezahlbaren Wohnraum oder Häuser für kinderreiche Familien vorgesehen sein soll. Fünf oder zehn Prozent sind als Beispiele in der Ausschussvorlage genannt.

(cro)
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