Düren: Dürener Balladen und Gedichte auf CD

Düren : Dürener Balladen und Gedichte auf CD

„Über die Jahre hinweg habe ich Musik in Düren beobachtet. Viele tolle Werke stammen aus unserer Stadt, leider geraten sie oft in Vergessenheit.“ Stolz präsentierte Renold Quade den „Dürener Stadtmarsch“, gespielt vom Sinfonischen Blasorchester der Musikschule Düren.

Ursprünglich komponiert 1976 für die Dürener Prinzengarde im Rahmen der damaligen Karnevalssession, verschwand der Marsch in der Versenkung. Quade, Leiter des Orchesters, hat ihn eigenhändig wiederhergestellt. Nachdem er in einem Stapel alter Noten Teile des Stückes fand, begab er sich auf die Suche, um es zu vervollständigen. Mit Zustimmung der Witwe des Komponisten überarbeitete der 56-Jährige den Marsch, der nun von seinem Orchester gespielt und aufgenommen wurde.

Aufgenommen für „Nu lustert ens... Lebendiges Düren“ - so der Titel der neuen CD, die am Mittwoch in der Musikschule vorgestellt wurde. Sie enthält Lieder, Märsche, Balladen und Gedichte, die ihren Ursprung in Düren haben.

„Düren hat so Einiges zu bieten. Die Beiträge auf der CD erzählen Geschichten aus unserer Stadt.“, so Quade. Das reiche Dürener Kulturleben sei Gegenstand vieler Werke, die beispielsweise die Annakirmes, den Karneval oder die Dürener Traditionen und Bräuche thematisieren.

Oftmals mehrere Jahrzehnte alt, sind die rekonstruierten Werke Relikte aus vergangenen Zeiten. Zeiten, an die sich sicher viele Dürener gerne erinnern. Die altbekannte Ballade „Wenn es Nacht wird über Düren“, stammt aus den 50er Jahren und beleuchtet das damalige Leben in der Stadt.

Doch man findet auf der CD auch den Blick in die Gegenwart. Umgeschrieben zu „Wenn es Tag wird über Düren“, beschreibt das Stück Düren, wie es heute ist.

Internationalen Bezug zu Düren stellt das 12-Minuten-Medley her, dass landestypische Melodien aus den sieben Partnerstädten präsentiert.

Nicht nur Musik, sondern auch Hörbeiträge in Form von Mundartgedichten, die der Verein Dürener Platt bereitstellte, gibt es auf der CD zu hören. Sie wurden eingesprochen von Bürgermeister Paul Larue, der heimatverbundenen und humorvollen Gedichten wie „De aachte Schöpfongsdaach“ von Josef Heinrichs, Ausdruck verleiht.

Renold Quade dankte bei der Vorstellung am Mittwoch einer Reihe von Leuten, die an dem Projekt beteiligt sind. Allen voran dem Sinfonischen Blasorchester und den weiteren involvierten Musikern und Sängern, „die mit viel Engagement und fleißigem Einsatz einen aktiven Anteil an der Aufarbeitung geleistet haben.“

Das Orchester ist gern gesehener Gast auf Fest- und Repräsentationsveranstaltungen und war mehrfach zu Gast im WDR Fernsehen. Mit „Nu lustert ens“ legen die jungen Musiker bereits ihre vierte CD vor, die dank finanzieller Unterstützung der Sparkasse Düren qualitativ hochwertig produziert werden konnte.

Erhältlich ist die CD ab November im I-Punkt am Markt und in der Musikschule.

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