Start in den Straßenkarneval: Düren zeigt sich sonnig, friedlich und ziemlich jeck

Start in den Straßenkarneval : Düren zeigt sich sonnig, friedlich und ziemlich jeck

Mit Prinzenaufmarsch, Tanz und Musik haben die Dürener Jecken auf dem Markt Wieverfastelovend und den Start in den Straßenkarneval gefeiert.

Während sich vor der Bühne auf dem Markt vor allem die älteren Jecken zum Schunkeln und Tanzen – unter anderem zur Musik der „Bremsklötz“, Tommy Walter und „Duria Express“ – trafen, tummelten sich auf dem Kaiserplatz FBI-Agenten und Feen, um bei der Jugendfete Party zu machen.

Rund 3500 Jugendliche feierten dort ausgelassen, grölten, sprangen, tanzten, lagen sich in den Armen und nutzten jede Minute, um mit ihrem Smartphone Selfies oder Gruppenfotos zu machen. Schließlich muss die Party bis ins Detail festgehalten werden. Alle wirkten fröhlich und locker. Der Platz war am frühen Nachmittag voller als im vergangenen Jahr – vermutlich einfach, weil das Wetter besser war.

„Nach einer ersten Bilanz können wir sagen, dass es eine sehr friedliche Veranstaltung ist“, sagte auch Peter Junker, Teamleiter Offene und Mobile Jugendarbeit der Stadt Düren. „Bis 14 Uhr gab es nur sieben Einsätze für unsere Rettungskräfte, allesamt harmlos. Das ist gut.“ 30 Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, 20 Leute von der Mobilen Jugendarbeit und 15 Bedienstete des Ordnungsamtes waren am Donnerstag im Einsatz – zusätzlich zu Polizisten, Feuerwehrleuten und Mitarbeitern der Krankenhäuser. „Die hohe Zahl an Einsatzkräften hat sich mehr als bewährt“, erklärte Junker, der die Jugendfete von Beginn an, also seit 33 Jahren, verfolgt.

Jecke in der Region feiern Weiberfastnacht

Zuerst wurde auf dem Schulhof der Peschschule gefeiert, seit 2002 steigt die Fete auf dem Kaiserplatz. Junker: „Anfangs hatten wir Schwierigkeiten mit Problemgruppen, die gibt es jetzt gar nicht mehr, weil diese Gruppen aufgrund unserer gründlichen Kontrollen nicht mehr zu dieser Fete kommen.“ Das Konzept der Jugendfete habe sich einfach bewährt. Junker: „Die jungen Leute haben gefeiert, auch die Karnevalsmusik ist gut angekommen. Wir können sehr zufrieden sein.“ Auch die erneut gesunkenen Einsatzzahlen geben Junker Recht: Bis zum Abend verzeichneten die Helfer 35 sogenannte Versorgungsfälle, das sind zehn weniger als im vergangenen Jahr.

Die Polizei hat sechs Platzverweise erteilt, sechs Ingewahrsamnahmen verzeichnet und fünf Strafanzeigen wegen versuchten Raubes, Körperverletzung und Sachbeschädigung gestellt. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr gab es 13 Ingewahrsamnahmen und sechs Strafanzeigen. Auch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sprechen von einer insgesamt „ruhigen Veranstaltung“, obwohl die Stadt insgesamt deutlich voller gewesen sei als im vergangenen Jahr. Ihr Resümee: acht Wildpinkler und 82 Verstöße gegen die erstmals eingeführt Tempo-30-Zone auf der Schenkelstraße.

(smb/kin)