Kreuzau/Düren: Düren und Kreuzau planen weitere 54 Hektar Gewerbefläche

Kreuzau/Düren : Düren und Kreuzau planen weitere 54 Hektar Gewerbefläche

Die Gemeinde Kreuzau plant mit der Stadt Düren ein zweites gemeinsames Gewerbegebiet, das sich in zwei Flächen unterteilen soll. Zum einen soll das jetzige Gewerbegebiet an der Stockheimer Landstraße („Automeile“) in Richtung Stockheim um fast die Hälfte erweitert werden.

Das aktuelle Gebiet ist 250.000 Quadratmeter (25 Hektar) groß, 113.000 sollen hinzukommen. Zum anderen spielen die Kommunen mit dem Gedanken, angrenzend an die B56n und Neapco ein Areal auszuweisen — mit einer Fläche, die das Gewerbegebiet an der Stockheimer Landstraße weit übertreffen würde. Die Rede ist von rund 43 Hektar (427.000 Quadratmeter).

Die Kreuzauer Politik wird erstmals im Haupt- und Finanzausschuss am 6. Februar öffentlich über die Planungen diskutieren, bevor der Rat am 20. Februar das letzte Wort hat. „Wir wollen die sehr gute interkommunale Zusammenarbeit mit Düren unbedingt fortsetzen“, betont Bürgermeister Ingo Eßer (CDU). Erste Flächen der erweiterten „Automeile“ könnten in zwei Jahren vermarktet werden. „Die Planungen für das Areal rund um Neapco stecken aber noch in den Kinderschuhen“, erklärt Eßer weiter. „Dort haben wir einen längeren Zeithorizont vor Augen, weil noch einige Schritte ausstehen und wir auch mit Unwegbarkeiten rechnen müssen.“

Die beiden Vorhaben fußen auf der bestehenden Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, der Stadt Düren und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Win.DN. Die übernimmt die Vermarktung und Abwicklung der potenziellen neuen Gebiete — das hat sie bereits beim interkommunalen Gewerbegebiet an der Stockheimer Landstraße getan. Die Gemeinde hat bis auf einen politischen Beschluss wenig mit der Umsetzung zu tun. Was am Ende bleibt, ist die Hälfte des Überschusses aus der Vermarktung. Die andere Hälfte geht an die Stadt Düren.

Beim Gewerbegebiet Stockheimer Landstraße haben sich beide Kommunen laut Angaben von Wirtschaftsförderer Thomas Hissel eine hohe sechsstellige Summe geteilt. Hissel, der auch Kämmerer der Stadt Düren ist, spricht bei dem interkommunalen Gewerbegebiet von einem „absoluten Erfolgsmodell“, da die gesamte Fläche ohne Probleme vermarktet worden sei. „Wir brauchen dringend Gewerbeflächen, weil wir die hohe Nachfrage nicht enttäuschen wollen. Die Unternehmen siedeln ansonsten woanders an. Und wir brauchen die Arbeitsplätze“, betont Hissel. Er rechnet pro Hektar Gewerbegebiet mit 50 bis 100 neuen Arbeitsplätzen.

(cro)