Düren: Düren-Ost doch früher fertig?

Düren: Düren-Ost doch früher fertig?

Wenn im Frühjahr 2014 die Eisenbahnbrücke an der Schoellerstraße abgerissen wird, droht der Stadt Düren das große Verkehrschaos. Oder vielleicht doch nicht?

„Wir sind zurzeit dabei, mit dem Bundesverkehrsministerium die Möglichkeit ins Auge zu fassen, die neue Autobahnanschlussstelle Düren-Ost bei Merzenich früher in Betrieb zu nehmen.” Die Auskunft von Matthias Bechler vom Landesbetrieb Straßen NRW verblüfft, hatte der Landesbetrieb doch zuletzt immer wieder darauf verwiesen, dass am festgezurrten Zeitplan gerade auch für die Verlegung der A4 nicht gerüttelt werden kann.

Im Frühjahr 2014 wird die alte Brücke an der Schoellerstraße fallen und durch ein zehn Millionen Euro teures neues Bauwerk ersetzt. Die neue Autobahnanschlussstelle sollte erst im Herbst 2014 fertiggestellt sein. Offenbar scheint der Termin Frühjahr aber inzwischen doch machbar zu sein. Bechler: „Darauf arbeiten wir hin.” Für den Durchgangsverkehr über die B56 könnte das eine große Entlastung bedeuten, insbesondere für den Schwerlastverkehr.

Dass die Arbeiten für den Brückenbau längst begonnen haben, ist nicht mehr zu übersehen. Das Baustellenschild ist bereits aufgestellt und verweist auf den Bau bis Ende 2015. Relativ weit fortgeschritten sind auch die Arbeiten für die Ersatzbrücke. „Im Februar soll die Ersatzbrücke fertiggestellt sein - sofern das Wetter mitspielt”, sagt Bechler. Zwei Spuren würden dann über die Ersatzbrücke geleitet, die alte Brücke dann rund ein Jahr entlastet. Fällt die alte Brücke, muss der gesamte Verkehr über die Ersatzbrücke abgewickelt werden. „Wir achten darauf, dass es möglichst wenig Beeinträchtigungen gibt”, so Bechler, der sich dazu aber noch keine Details entlocken lassen will: „Wir befinden uns noch mitten im Abstimmungsprozess mit allen Beteiligten.”

Ein entsprechendes Konzept zur Verkehrsführung hat auch die Stadt Düren unterbreitet. Das sieht unter anderem vor, dass der Stadteingangsverkehr über die Eisenbahnstraße abgeleitet und an der Oststraße wieder auf die B 56 stoßen soll. Anke Leimert vom städtischen Tiefbauamt: „Wir versuchen in der Planung unser lokales Wissen einzubringen und alles so zu regeln, dass es verträglich zugeht.”

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