Düren: Düren muss ohne Karnevalsprinzen feiern

Düren: Düren muss ohne Karnevalsprinzen feiern

Die Zeit scheint abgelaufen. „Wir haben keinen!” Und damit meint Peter Körner, Präsident des Festkomitees Dürener Karneval, den Prinzen für die neue Session, die in genau 37 Tagen beginnt.

Wenn die Dürener Jecken also im November in die 5. Jahreszeit schunkeln wollen, werden sie das wohl ohne einen Karnevalsprinzen tun müssen. „Sie können sich vielleicht vorstellen, dass wir im Festkomitee nicht gerade erfreut über diese Entwicklung sind”, sagt Körner. „Wir sind eher traurig.”

Knapp 100 Leute hatte Körner im Vorfeld angefragt - und sich eine Absage nach der anderen eingehandelt. Noch vor zwei Wochen war er relativ optimistisch, auf den letzten Drücker doch noch einen Prinzen präsentieren zu können, da gab es noch zwei Interessenten, die aber dann auch abgesagt haben.

Die Gründe? „Für viele ist es eine Frage der Zeit”, so Körner. Schließlich muss man die ganzen Termine dann auch noch mit seinem Job unter einen Hut bringen. Aber auch das Geld dürfte eine Rolle spielen. Körner: „Es wird immer schwerer Menschen zu finden, die ein solches Amt ausüben wollen. Wir sind ja nicht die einzigen, die in der kommenden Session ohne Prinzen dastehen.”

An eine Rettung in letzter Sekunde glaubt Körner inzwischen nicht mehr. „Da müssten schon viele Voraussetzungen stimmen, damit man das in der Kürze der Zeit noch hinbekäme. Ich glaube aber nicht, dass es dem Amt gut tun würde, wenn wir jetzt weiter suchen.”

Wie es jetzt weiter geht, kann Körner noch nicht genau sagen. „Wir arbeiten an einem neuen Konzept, wie wir die Session gestalten werden”, sagt Körner. Dieses Konzept will das Festkomitee bis Ende des Monats vorlegen. Klar ist derzeit, dass die Sessionseröffnung am Wirteltorplatz am 11. November wie gewohnt stattfinden wird. Und auch Kinderprinzessin Katja Breuer wird tags drauf in ihr Amt eingeführt.

Das wars dann aber erst mal. Körner: „Es wird keine Prinzenproklamation geben.” Die war auch für den 12. November vorgesehen. Körner: „Wir wollen so viele Termine wie möglich stattfinden lassen. An einer Lösung, wer das Festkomitee dann repräsentiert, arbeiten wir noch.”

Mehr von Aachener Nachrichten