Düren: MultiKulti Jugendzentrum bekommt neues Außenglände

Ein Platz zum Toben und Chillen : Jugendzentrum „MultiKulti“ bekommt neues Außengelände

Der neue Garten ist Teamarbeit: Die Kinder und Jugendliche beteiligen sich an der Neugestaltung des Außengeländes des Jugendzentrums.

Mit einem großen Fest wurde die neugestaltete Außenanlage des Jugendzentrums MultiKulti im Dürener Norden eröffnet. Die Arbeiten wurden von der Stadt Düren mit rund 38.000 Euro aus dem Städteförderprogramm des Landes und aus dem städtischen Haushalt unterstützt. Dass das Geld gut angelegt ist, zeigte die Reaktion der Kinder und Jugendlichen, die den neuen Garten gleich in Beschlag nahmen.

Das Jugendzentrum MultiKulti der Evangelischen Gemeinde zu Düren ist seit 27 Jahren eine feste Anlaufstelle vor Kinder und Jugendliche. Seit 1992 ist das Zentrum im Haus der Stadt eingegliedert. Bis zu 80 Kinder und Jugendliche besuchen jeden Tag die Einrichtung und werden von Leiterin Maria Horn und ihrem Team betreut. Zwei Jahre ist es her, dass sich das MultiKulti an einem Ideen-Wettbewerb der Stadtteilvertretung Düren-Nord beteiligt hatte und um Unterstützung für die Neugestaltung des Gartens warb. Umso größer war die Freude, dass das Projekt Berücksichtigung findet und gefördert wird.

„Wir haben alle Entwürfe mit den Kindern und Jugendlichen besprochen. So konnten sich alle einbringen“, sagt Maria Horn. Sie ist überzeugt, dass die Beteiligung der „Nutzer“ nicht nur die Identifikation mit dem MultiKulti erhöht, sondern auch zu einem besonders rücksichtsvollen Umgang mit dem Garten und den neuen Spielgeräten führt. Für die Kinder wurde unter anderem ein neuer Sandkasten gebaut, es gibt eine Rutsche mit einem breiten Aufgang, der Basketballkorb wurde versetzt, eine Slackline und ein Trampolin installiert. Neu sind auch viele gemütliche Sitzgelegenheiten und zwei Hängesitze.

„Das Außengelände ist schon immer eine Bereicherung unserer pädagogischen Arbeit“, erklärt Maria Horn. Das Team nutzt den Garten, um beispielsweise mit den Kindern und Jugendlichen einen Nutzgarten anzulegen, Nistkästen zu bauen und ökologisches Wissen zu vermitteln. Die Besucher des MultiKulti kommen zu einem großen Teil aus einkommensschwachen Familien der Nordstadt. Unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Nationalität oder Religion sollen alle Besucher in ihrer Entwicklung begleitet sowie in ihren Potenzialen gestärkt werden. Zu einem Schwerpunkt der Arbeit hat sich die musikalische Erziehung entwickelt. Im MultiKulti können Kinder und Jugendliche beispielsweise ein Instrument lernen und in Gemeinschaft musizieren.

Etwa ein halbes Jahr lang haben alle gespannt auf den Abschluss der Arbeiten gewartet. Und das Warten hat sich gelohnt. Maria Horn: „Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, die uns so tatkräftig unterstützt haben, unser Außengelände zu verschönern und attraktiver zu gestalten.“