Düren: Mit Sraßenblockaden kämpft „Extinction Rebellion“ fürs Klima

Protestaktion der Bewegung „Extinction Rebellion“ : Mit Sitzblockaden auf Dürens Straßen gegen die Klimakrise

Was sie wollen, ist nicht zu überhören: Klimagerechtigkeit, und das sofort. Dazu schwärmten am Donnerstag knapp 40 Aktivisten der Bewegung „Extinction Rebellion“ in zwei Gruppen in der Dürener Innenstadt aus, um an verschiedenen Kreuzungen für jeweils sieben Minuten den Verkehr zu blockieren.

Die Aktion in Düren war Teil einer internationalen Woche der Rebellion, mit der die aus Großbritannien stammende Bewegung auf die aus ihrer Sicht kaum noch zu stoppende Klimakatastrophe aufmerksam machen will. „Die Mehrheit der Bevölkerung weiß um die Problematik, macht aber noch nichts“, betonte Werner Philippi von der Kölner Gruppe von „Extinction Rebellion“ beid er Auftaktkundgebung auf dem Kaiserplatz. „Das wollen wir ändern.“

Drei Kernforderungen stellt die Bewegung: Die Regierung solle endlich die volle Wahrheit über die ökologische Krise offenlegen und zweitens verbindlich Maßnahmen ergreifen, um die Netto-Treibhausgas-Emissionen in Deutschland bis 2025 auf null zu reduzieren. Drittens sollen Bürgerversammlung einberufen werden, um die Maßnahmen zu begleiten und zu gewährleisten, dass der Wandel gerecht und demokratisch abläuft. „Wir wollen mit unseren absolut gewaltfreien Aktionen Aufmerksamkeit erreichen“, betonte der Dürener Matthias Bode. „Wir schenken den Autofahrern Bedenkzeit, um über die Folgen unserer fossilen Individualmobilität zu reflektieren.“ Auf Handzetteln erklärten sie den Grund ihrer Aktion: „Wir tun das, um den Zusammenbruch der Erde und das Ende der Menschheit zu verhindern.“

Was die Demonstranten jedoch ernteten, war vor allem genervtes Kopfschütteln der Autofahrer, die sich vor den Blockaden gedulden mussten. Mit den Aktivisten ins Gespräch kommen, wollten nur wenige.

Die Aktion, das sogenannte „Swarming“, war bei der Polizei angemeldet. Bereits vor zwei Wochen war „Extinction Rebellion“ in Düren aktiv, mit einem sogenannten „Die-In“. Aktivisten ließen sich in der Fußgängerzone umfallen und blieben liegen, um so Aufmerksamkeit zu erhaschen. Weitere Aktionen auch in Düren seien nicht ausgeschlossen, betonte Bode.

Mehr von Aachener Nachrichten