"Düren leuchtet" lockt Zehntausende in die City

Lange Einkaufsnacht in Düren : „Düren leuchtet“ ist erneut ein Besuchermagnet

Die Einkaufsstraßen so voll wie an einem Samstag vor Weihnachten, in den Cafés und Bars trotz kühler Temperaturen selbst in der Außengastronomie kaum ein freier Platz mehr: Auch die zwölfte Auflage der langen Einkaufsnacht „Düren leuchtet“ entpuppte sich am Samstag wieder als Besuchermagnet.

Schon am Nachmittag, freute sich Citymanager Michael Linn, waren die Geschäfte gut besucht. Als dann die Dunkelheit einbrach und über dem Rathaus das mittlerweile nicht mehr wegzudenkende Feuerwerk das offizielle Programm einläutete, platzte vor allem der für den Busverkehr gesperrte Kaiserplatz aus allen Nähten, obwohl viele Auswärtige zu diesem Zeitpunkt noch einen Parkplatz suchten.

Dieses Bild wiederholte sich im Laufe des Abends auch auf dem Marktplatz, auf dem die Besucher mehrmals eine Videoshow erlebten, die die Fassade des Bürgerbüros mal in ein Aquarium verwandelte, mal in ein Spiegelbild Dürener Wahrzeichen (Annakirmes, Rathaus, Museum), die allmählich von rankenden Pflanzen verdeckt wurden.

Hingucker gab es auch an anderen Gebäuden: an den Museen zum Beispiel oder an der wieder kunstvoll mit abstrakten Motiven in Szene gesetzten Annakirche. Die ganze Innenstadt leuchtete in bunten Farben. Nur die Wirtelstraße fiel mit tanzenden Lichtkugeln über den Köpfen der Besucher ein wenig ab. Die großflächigen Lichtsegel hinterließen da in früheren Jahren einen anderen Eindruck. „Wir wollten aber bewusst etwas Neues ausprobieren“, betonte Linn.

Das könnte sich der Citymanager nach dem neuerlichen Erfolg der langen Einkaufsnacht, in der viele Geschäfte sogar noch weit nach 22 Uhr gut besucht waren, fürs kommende Jahr vorstellen. „Wenn ich den Aufwand beim Aufbau sehe, wäre es doch schön, wenn die Stadt nicht nur samstags, sondern auch bereits freitags leuchten würde.“ Zumindest will Linn diesen Vorschlag einmal in die Diskussion werfen, wohl wissend, dass alles auch eine Frage des Budgets ist. Schon diesmal investierten Händler und Sponsoren mehr als 60.000 Euro in das Lichterspektakel, um das Düren so mancher Mitwerber beneidet, wie Stadtcenterchef Daniel Böttke gerne betont und das sich zu einem idealen Start für das Weihnachtsgeschäft entwickelt hat.

(ja)
Mehr von Aachener Nachrichten