Düren: Düren ist schon vor dem Wecken wach

Düren: Düren ist schon vor dem Wecken wach

Düren ist überpünktlich. Es ist drei Minuten vor elf, als Fettdonnerstag der Straßenkarneval eröffnet wird. „Seid ihr heute Morgen ohne Wecker wach geworden?“, schallt es vom Bühnenwagen auf dem Markt und gleich hinterher: „Dann seid ihr echte Jecke!“

Hunderte sind da und kommen gleich in Stimmung. Rolf Weber singt und hat keine Mühe, die Massen in Schwung zu bringen. Das Wetter ist passabel, heute ist nicht der Tag, sich Sorgen zu machen. Erst Recht nicht, als Bürgermeister Paul Larue „erstmals den kompletten Vorstand der Sparkasse hier auf dem Bühnenwagen“ begrüßen kann. „Ihr seid alle eingeladen“, ruft Larue angesichts des Geldhauses und relativiert sogleich: „Heute haben die Männer ja nichts zu sagen, deshalb ist das alles nicht so gemeint...“

Närrisches Paar auf dem Dürener Kaiserplatz. Foto: Ingo Latotzki

Kurz darauf wird es auf der Bühne voll. Dürens Prinzenpaar ist eingezogen, samt Kinderprinzessin, samt Gefolge. Frank I. und Gaby II. (Heisinger), Kindertollität Jana I. (Leßenich) grüßen ihre närrischen Untertanen. Starker Beifall auch, als Moderator Wino Ulhas verkündet, dass Festkomitee-Präsident Peter Schmitz „vor zwei Tagen 60 geworden ist“. 20 Jahre, ruft Ulhas, „20 Jahre kannst du noch machen, dann geht‘s in Rente...“ Und noch ein Geburtstagskind steht auf der Bühne: Gerd Schawier, Adjutant des Prinzenpaares. Zweieinhalb Stunden dauert das Unterhaltungsprogramm.

Osiris Pausch unterhält auf der Bühne vor dem Rathaus. Foto: Ingo Latotzki

Es gibt ein Zwiegespräch mit „Harry un Achim“ und Musik mit „Die zwei Rabauke“. Später werden verschiedene Karnevalsgesellschaften empfangen, zudem Prinzessin Sabine I. (Briem) von der KG „Lengeschdörpe Klompe“, es gibt Hits mit „Echte Fründe“ und einen musikalischen Ausklang mit den „Bremsklötz“. Derweil feiert die Jugend auf dem Kaiserplatz. Düren ist am Donnerstag außer Rand und Band. Niemand braucht einen Wecker, um wach zu werden.

Düren, Alaaf! Hunderte singen und schunkeln auf dem Dürener Marktplatz. Foto: Ingo Latotzki
(inla)