Alsdorf: Duathlon Alsdorf in einer Serie mit Hawaii

Alsdorf : Duathlon Alsdorf in einer Serie mit Hawaii

Dass Alsdorf in einem Atemzug mit Florida, Jakarta/Indonesien, Panama, Putrajaya/Malaysia, Clark/Philippinen oder Kailua Kona/Hawaii genannt wird, dürfte eher selten vorkommen. Und doch reiht sich die Stadt mit den knapp 50.000 Einwohnern nahtlos ein neben einer Zehn-Millionen-Metropole wie Jakarta.

Zumindest, wenn es um Sport geht. Dank diesem wird Alsdorf in diesem Jahr auf der Weltkarte erscheinen — der Dachser-Duathlon, in den vergangenen beiden Jahren auch die Deutschen Meisterschaften auf der Kurzstrecke, wird international und am 29. April eine von 17 Stationen der Weltserie „Powerman“ sein.

„Da haben wir eine große Kiste an Land gezogen“, sagt Patrick Thevis, Renndirektor des „Powerman Alsdorf“, strahlend. Der Geschäftsführer des Marathon-Clubs Eschweiler ist der treibende Motor der Veranstaltung. Der MC hat den Duathlon-Wettkampf im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Alsdorf, wo sich die Niederlassung des Hauptsponsors befindet, ausgerichtet, zum zweiten Mal als DM auf der Kurzdistanz. In dieser Zeit hat man sich einen guten Namen erarbeitet — und so wurde auch die DM 2018 wieder nach Alsdorf vergeben.

Doch das reichte Thevis und seinen Mitstreitern nicht. „Wir haben uns überlegt, was wir mehr machen können. Und natürlich sollte es etwas Größeres sein“, so Thevis, der zuletzt die DM-Teilnehmer, die Elite, aber auch über 300 Jugendsportler am Start hatte. Und da hatte der rührige Organisator den „Powerman“ — vergleichbar mit dem Ironman im Triathlon — im Auge. „Powerman ist die größte Duathlon-Marke der Welt, sozusagen Duathlon de luxe. Nur die besten Veranstaltungen werden in diese Serie aufgenommen. Und wir wollen nicht nur in Deutschland der wichtigste Duathlon sein, sondern auch international ein hochwertiges Rennen anbieten.“

Gleich auf Interesse gestoßen

Thevis schrieb die Organisatoren einfach mal an — und stieß auf Interesse. „John Raadschelders, Präsident der Powerman-Association, hat sich vergangenen Juli vor Ort die Infrastruktur angesehen — und schon einen Monat später haben wir die Verträge unterschrieben.“ Da das Rennen der einzige Termin in Deutschland sein wird, firmiert Alsdorf als „Powerman Germany“. Es geht über die Kurzdistanz (fünf Kilometer Laufen, 30 Radfahren, fünf Laufen), in der Regel führt ein „Powerman“ über die Mitteldistanz (10/60/10).

Daher — der Vertrag gilt für zwei Jahre mit Option — wird in Alsdorf 2019 ein „Powerman“ auf der Mitteldistanz ausgetragen, nur die Breitensportler sollen weiter auf der Kurzstrecke antreten. „Und natürlich hoffen wir, dass wir dann auch die DM über diese Distanz bekommen“, fügt Thevis hinzu und gesteht lachend: „Antriebsfeder ist schon mein persönlicher Ehrgeiz, aber auch der unseres Vereins.“

Schon jetzt, mehr als zwei Monate vor dem Anmeldeschluss am 15. April, sind über 60 Prozent der Startplätze auf der Kurzdistanz vergriffen, „und bei der Volksdistanz gehen wir auf die 60 Prozent zu“, gibt der Renndirektor den guten Tipp, nicht allzu lange zu warten. Denn insgesamt können maximal 1010 Starter in allen Altersklassen und Disziplinen antreten. Das ist bedingt durch die Zahl der Radständer. „Wir hatten im vergangenen Jahr 863, haben fleißig weitergebaut, zuletzt noch einmal 29, sodass wir nun Platz für 1010 Räder haben und somit ebenso viele Startplätze haben.“ 2019 werden 1200 Plätze angepeilt.

Auch Duathleten aus dem Ausland, bevorzugt Benelux, haben schon ihren Startplatz gebucht. „Vorher hatten wir nur vereinzelt ausländische Starter, dabei hatte ich sogar Plakate übersetzen und in Sportgeschäften im benachbarten Ausland aufhängen lassen“, freut sich Thevis über das Interesse. Anmeldungen liegen bereits aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich, der Schweiz und Dänemark vor, aber auch Australien und Brasilien. „Ich denke, dass es 150 internationale Athleten werden“, so der Renndirektor. Zudem hatten über 300 Jugendliche im vergangenen Jahr den Alsdorfer Duathlon absolviert. Diesmal wird es für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren den „Powerman Youth“ geben, bei dem sie sich auf drei Strecken international messen können.

Professionelle Motorradfahrer

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren — siehe Radständer. Da ist Teamwork gefragt, die Mitglieder im Verein helfen mit. „Traditionell starten unsere Athleten nicht selbst, sondern helfen, ansonsten würden wir das nicht gestemmt bekommen. Zudem unterstützt die Stadt Alsdorf um Bürgermeister Alfred Sonders mit dem Ordnungsamt und der Feuerwehr das Event, hinzu kommt ein externer Hilfsdienst aus Jülich. Und erstmals gibt es professionelle Motorradfahrer, die die Athleten auf der Radstrecken begleiten werden. „Es gibt in den Niederlanden eine Stiftung, bei der die Fahrer eigens für Radrennen ausgebildet werden und Lizenzen dafür haben.“

Diesen Monat wird Raadschelders erneut in Alsdorf zum Ortstermin erwartet, dann zur offiziellen Streckenbegehung. Die Strecke führt wie immer durch Alsdorf, worüber sich auch — trotz gesperrter Innenstadt — die meisten Anwohner freuen.

„Im Vorfeld gehen wir von Haus zu Haus und besuchen rund 400 Haushalte entlang der Strecke und verteilen Coupons für ein Freigetränk“, berichtet Thevis. In diesem Jahr wird die Streckenführung noch einmal wie in den vergangenen Jahren verlaufen, aber „2019 wollen wir eine andere Strecke anbieten“, verrät Thevis.

Weitere Informationen sowie Ausschreibung und Zeitplan findet man im Internet auf der neuen Seite www.powerman-alsdorf.de.

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