Heimbach: Drei Meter in einer Minute: Telekom verlegt auf 2,5 Kilometer Glasfaserkabel

Heimbach : Drei Meter in einer Minute: Telekom verlegt auf 2,5 Kilometer Glasfaserkabel

So viele Arbeiter, Angestellte, Techniker und Beamte hatten die Menschen entlang der Hasenfeldener Straße zwischen der Kapelle in Hasenfeld und dem Kreisverkehr in Heimbach wahrscheinlich noch nie gesehen. Der Grund: Auf einer Strecke von 1,6 Kilometern wird Glasfaserkabel verlegt.

Die Gesamtlänge von 2,5 Kilometern rührt aber daher, dass etwa auf einer Strecke von 900 Metern ältere Rohre zur Verlegung des Glasfaserkabels benutzt werden können. Insgesamt sieben neue Verteiler werden errichtet, zierlicher als ihre Vorgänger. Die Heimbacher und Hasenfelder können etwa ab September dieses Jahres im Internet bis zu 100 MBit/s surfen.

Die Bauarbeiten zur Verlegung des Rohrs werden circa 1,5 Tage dauern, eine erstaunlich kurze Zeit. Michael Hartz und Gerd Wolter, beide Telekom, verrieten den Grund für diese außergewöhnliche Schnelligkeit. „Trenching“ heißt die neue Baumethode. Eine Fräse (W 100CFi) ist mit 88 sich drehenden, gehärteten Meißeln ausgerüstet.

In etwa einer Minute fräsen diese Meißel drei Meter Steine, Beton und Teer. Sie kann bis zu einer Tiefe von 60 Zentimetern fräsen, in Hasenfeld ist das wegen der darunter liegenden anderen Versorgungleistungen nicht möglich. Die aktuelle Tiefe bei den Arbeiten in Heimbach ist deshalb auf 30 Zentimeter beschränkt. Die Breite des „Grabens“ beträgt zehn Zentimeter.

„Diese außergewöhnliche Schnelligkeit sowie die Breite und Tiefe des Grabens“, sagte der parteilose Bürgermeister Peter Cremer, „bedeuten für die Anwohner weniger Stress. Dass Schnelligkeit auch finanziell günstiger sein kann, vermutet Gerd Wolter, Vertreter der Telekom Technik GmbH.

Die Anschlüsse zu den einzelnen Haushalten werden mit der „Vectoring-Methode“ ausgeführt. In den Multifunktionshäuschen (MFG) werden Lichtsignale durch Glasfaser in elektrische Signale umgesetzt. Diese Signale werden über bestehende Kupferkabel zu den Anschlüssen der Kunden geleitet. Der elektrische Widerstand ist damit überwunden.

„Im neuen Netz sind Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich“, freute sich Anja Wilhelm von der Telekom. Und hinzu komme noch, ergänzte sie, dass zu der gewaltigen Zeitersparnis auch noch eine Kostenersparnis komme. Ab der zweiten Jahreshälfte wird „Super-Vectoring“ gestartet. Dann seien, so Michael Hartz, Geschwindigkeiten bis zu 250 Mbits/s möglich.

Interessenten für das Schnelle Internet in Heimbach können sich unter www.telekom.de schneller informieren und ihr Interesse bekunden.

(bel)