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Branche steht vor Totalausfall: Dietmar Nietan fordert Hilfe für Schausteller in Not

Branche steht vor Totalausfall : Dietmar Nietan fordert Hilfe für Schausteller in Not

Eine staatliche Unterstützung für Schausteller, die wegen der Absage aller Großveranstaltungen bis zum 31. August - auch der Dürener Annakirmes - vor einem finanziellen Totalausfall stehen, fordert der Dürener Bundestagsabgeordnete und SPD-Bundesschatzmeister Dietmar Nietan.

In Gesprächen mit Hans Bert Cremer, dem Vorsitzenden der Verbandes Reisender Schausteller Düren, und Albert Ritter, dem Präsidenten des Deutschen Schaustellerbundes, hat sich Nietan über die Notlage der Schausteller informiert. „Die Situation der Schausteller ist wirklich dramatisch. Die Gefahr ist groß, dass viele in diesem Jahr komplett ohne Einnahmen auskommen müssen. Viele droht daher schon bald die Insolvenz. Es ist dringend nötig, die Schaustellerbranche mit ihren rund 5000 Familienunternehmen zu unterstützen“, beschreibt Nietan die Lage.

In dieser Woche hat die SPD-Bundestagsfraktion in einem Positionspapier zur Kulturwirtschaft beschlossen, die Einrichtung eines angemessenen Notfallfonds auch für die Schaustellerbranche zu fordern, teilt Nietan mit.

Darüber hinaus hat sich der Dürener auf Bundesebene bei Bundeswirtschaftsminister Altmaier für die Schausteller eingesetzt. In einem Schreiben an Altmaier, der für die Soforthilfen in der Coronavirus-Krise zuständig ist, hat er einen Schutzschirm für Schausteller gefordert. „Angesichts der dramatischen wirtschaftlichen Situation, in die die Schausteller unverschuldet geraten sind, habe ich den Wirtschaftsminister nachdrücklich aufgefordert, weitere Hilfsmaßnahmen für die Schausteller auszuarbeiten.“

Die Schaustellerbranche stehe mit ihren Festen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Besucher der Annakirmes bildeten einen Querschnitt unserer Gesellschaft. Zudem stärke sie mit der Annakirmes als einem der größten Volksfeste in NRW die Attraktivität von Düren.

(ja)