Angemerkt zum Töpfereimuseum: Die Zeit der Sonntagsreden ist vorbei

Angemerkt zum Töpfereimuseum : Die Zeit der Sonntagsreden ist vorbei

Das Tischtuch zwischen der Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Heinrich Göbbels an der Spitze und den Verantwortlichen des Museumsvereins scheint zerschnitten.

Die Verwaltung sagt, der Verein habe seine neue, notariell beglaubigte Satzung seit Januar nicht vorgelegt. Deswegen sei es unmöglich, Gespräche zu führen. Vereinsvertreter geben an, zu Diskussionen mit der Museumsberatung des Landschaftsverbandes Rheinland gar nicht erst eingeladen worden zu sein.

Einig sind sich die handelnden Akteure lediglich, dass das Museum ein wichtiges Aushängeschild der Gemeinde ist. Eine Schließung, das hat der Bürgermeister in der Kulturausschusssitzung einmal mehr betont, stünde absolut nicht zur Diskussion. Aber haben das Museum und sein Ruf nicht schon längst unter den dauernden Diskussionen der vergangenen Monate gelitten?

Sind es wirklich nur der Termin am ersten Adventwochenende (den es schon seit 44 Jahren gibt) und die wachsende Zahl von Weihnachtsmärkten in der Region, die schuld daran sind, dass sich nur noch wenige Aussteller für den Töpfermarkt anmelden?

Fakt ist: Es muss etwas passieren. Sonntagsreden und Beteuerungen, eine Schließung des Museums sei keine Option, reichen einfach nicht mehr. Verwaltung und Museumsverein müssen einen Schlussstrich unter ihre Differenzen ziehen, sich erneut an einen Tisch setzen und endlich mit konstruktiven Gesprächen beginnen, an deren Ende eine Lösung steht.

Persönliche Befindlichkeiten dürfen dabei keine Rolle spielen. Jetzt ist es Zeit zu beweisen, dass die Zukunft des Museums allen handelnden Akteuren wirklich am Herzen liegt.

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