Langerwehe: Die Tafel in Langerwehe: „Erfolgsgeschichte muss weiter gehen“

Langerwehe : Die Tafel in Langerwehe: „Erfolgsgeschichte muss weiter gehen“

„Es darf kein Stillstand entstehen; die Erfolgsgeschichte muss weiter gehen“. Bürgermeister Heinrich Goebbels gratulierte der „Langerweher Tafel“ zum fünfjährigen Bestehen und versicherte gleichzeitig, die Gemeinde werde alles tun, um deren gute Arbeit fortzusetzen.

Auch dann, wenn in absehbarer Zeit die Kulturhalle, das jetzige ideale Domizil der „Tafel“, abgerissen wird.

In der Kulturhalle haben die mehreren Dutzend Mitarbeiter der „Tafel“ ebenso ideale Arbeitsvoraussetzungen wie die mehr als 120 regelmäßigen Kunden für den Einkauf.

Beim Rundgang durch die Räume verwies die „Tafel“-Vorsitzende Ursula Schober auf die Lagermöglichkeiten und die vorhandene Kühlung. Doch über der „Tafel“-Arbeit schwebt das Damoklesschwert des baldigen Auszugs. Der Planungsentwurf für eine neue Halle, die in Kooperation mit den Langerweher Schulen am jetzigen Standort entstehen soll, liege nun vor, so Bürgermeister Goebbels, der jetzt baldige Gespräche mit den Ratsfraktionen und Betroffenen ankündigte. Der Entwurf sehe unter anderem auch die Berücksichtigung der „Tafel“ vor.

Doch bei der „Tafel“ selbst sucht man nach Alternativen. Favorisiert dabei wird ein Haus an der Luchemer Straße, in dessen hinteren Bereich der Asylkreis seine Fahrradwerkstatt betreibt. Beim kleinen „Geburtstagsfrühstück“ im Beisein einiger Vertreter der Politik zeichnete „Tafel“-Vorsitzende Ursula Schubert die Geschichte des Unternehmens „Tafel“ nach.

Entstanden aus der „Zukunftswerkstatt“ schafften viele helfende Hände und Startkapital einiger Sponsoren und der Gemeinde einen guten Start. Am ersten Tag kamen um die 25 Kunden; dann ging es aufwärts. In der Kulturhalle fand man ideale räumliche Voraussetzungen und mit der Flüchtlingswelle stieg die Kundenzahl auf über 300 an. Jetzt hat sie sich etwa bei 120 eingependelt.

„Wir haben jeden aufgenommen, der etwas zu essen haben wollte“, so die „Tafel“-Vorsitzende, „denn die kleinen Dinge machen wir mit großer Freude.“