Die SWD Powervolleys vor den Spielen gegen VCO Berlin und Rottenburg

Arena Kreis Düren: Powervolleys setzen auf ihre Zuschauer

Die Arena soll angesichts der Belastung für die Spieler des Volleyball-Bundesligisten am Wochenende zum „Wohnzimmer“ werden.

„Es ist mein Job, möglichst viele Punkte zu machen und meiner Mannschaft zu helfen“, sagte Sebastian Gevert. Dürens Diagonalangreifer erfüllte auch am Donnerstag in der Meisterschaftspartie beim VfB Friedrichshafen seine Pflicht: 19 Punkte steuerte der 30-Jährige für sein Team bei. Er konnte die 1:3-Niederlage aber nicht verhindern.

Denn zum einen war David Sossenheimer, der Außenangreifer der Häfler, mit 23 Punkten erfolgreicher, zum zweiten griff der Friedrichshafener Block besser zu, zum dritten agierten die Dürener nicht immer mutig genug und zum vierten fehlte die Ausgeglichenheit im Spiel: „Wir müssen einfach konstanter spielen“, befand Gevert. Diese Konstanz fehlte aber am Bodensee, sodass nach Gewinn des ersten Satz und energischer Gegenwehr im vierten Abschnitt zwei zusätzliche, klar verlorene Abschnitte und somit das 1:3 zu Buche stehen.

„Der letzte Eindruck des Spiels ist ein bisschen schade, denn wir haben lange Zeit alles auf das Feld gebracht, was wir gegen diesen starken Gegner zu leisten in der Lage sind“, befand Stefan Falter, Dürens Trainer. Er monierte auch Mutlosigkeit in so manchen Situationen. Dürens Angreifer legten die Bälle in das Feld des Gastgebers anstatt sie – wie gefordert – kraftvoll zu schmettern: „Gegen den VfB ist das sinnlos. Die verteidigen solche Bälle immer“, stellte Falter fest.

Vielleicht spielte zum Schluss aber auch ein möglicher Kräftevorteil auf VfB-Seite eine Rolle. Vital Heynen, der Friedrichshafener Coach, konnte munter wechseln, während Dürens fünf der sechs Startspieler (der Libero nicht mitgezählt) praktisch durchspielen mussten.

„Wir müssen jetzt halt einen Weg finden, diese hohe Belastung gut auf unser Team zu verteilen“, sagte Falter mit Blick auf die beiden kommenden Aufgaben an diesem Wochenende.

Heute empfangen die SWD Powervolleys den VCO Berlin (Anpfiff 19.30 Uhr), morgen den TV Rottenburg (Anpfiff 18 Uhr).

In beiden Begegnungen setzt der Coach angesichts der Belastungen für seine Spieler vor allem auch auf den Faktor Heimvorteil. „Wir brauchen die Unterstützung aller unserer Fans, die die beiden Spiele als Zuschauer verfolgen. Sie müssen uns helfen, sowohl Berlin als auch Rottenburg vom ersten Ballwechsel an zu zeigen: ‚Die Arena ist unser Wohnzimmer. Hier fühlen nur wir uns wohl.’ Diese beiden Partien müssen wirklich Heimspiele sein.“

Falter geht davon aus, dass die Begegnungen keine „Glanz-und-Gloria-Partien“ werden, sondern Arbeits- und Willensspiele. Und dass gerade die jungen, unerfahreren Akteure mit fast keiner Spielpraxis wie Rudy Schneider, Lukas Maase oder auch ein neuer Spieler wie Libero Jordan Or die Unterstützung der Fans förmlich spüren müssen: „In der Tat muss die Arena unser Wohnzimmer sein!“

Verzichten muss der Coach auf den operierten Lucas Colemann, Neuzugang Björn Andrae wird wohl auch noch nicht spielen.

(sis)
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