Düren/Aachen: „Die Stadt Düren schreibt echte Sportgeschichte“

Düren/Aachen: „Die Stadt Düren schreibt echte Sportgeschichte“

Am Ende reicht es für den achtfachen Rekord-Weltmeister Hans-Peter Iven „nur“ für Platz drei. 17,24 Meter rollte der Kirschkern des Gürzenicher auf der roten Kunststoffbahn, das sind über zwei Meter weniger als die neue Weltmeister-Weite des Siegers aus Aachen, der unter seinem Künstlernamen „Ludwig P.“ antrat.

Iven nahm es sportlich: „Es muss ja auch mal ein anderer gewinnen.“ Bereits zum 40. Mal fand am Samstag auf dem Hundesportplatz die Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken statt. Weit über 100 Teilnehmer wetteiferten um „DN“-Pokale, Urkunden und Kirmesgeld. Erstmals gab es im Jubiläumsjahr nicht nur Wettkämpfe für Junioren, Damen und Herren, sondern auch eine Mannschaftskonkurrenz.

Voller Einsatz! Am Ende konnte Platzmeister Achim Greiff sich aber nicht fürs Finale qualifizieren. Foto: Sandra Kinkel

Gäste aus der Schweiz

Mit dabei ein Team des Verbandes reisender Schausteller, die am Ende auch den Sieg nach Hause geholt haben, eine Mannschaft der Dürener FDP, eine Truppe der städtischen Kirmesverwaltung und eine der „Hundefreunde Düren“. Eigens aus dem hohen Norden angereist war die „Hamburger Party-Brigade“, zu der unter anderem der Ex-Dürener und jetzt Wahl-Hamburger Tobias von den Hoff gehört. Und auch aus dem schweizerischen Kanton Aargau waren wieder etliche „Spucker“ nach Düren gekommen. „Für uns ist das eine riesige Gaudi“, so Vize-Weltmeisterin Conchita Kohler. „Und natürlich wollen wir auch gleich noch über die Kirmes gehen.“

„Es war ein toller Wettkampf“, ergänzt der frisch gebackene Weltmeister Ludwig P., der seinen richtigen Namen auch bei seiner achten WM-Teilnahme in Düren erfolgreich geheim gehalten hat. „Ich hatte zwischendurch sogar Angst, es nicht ins Finale zu schaffen. Das Niveau war sehr hoch.“ Genau wie der Spaß, den Zuschauer und „Spucker“ gleichermaßen hatten.

„Vor 40 Jahren“, so Bürgermeister Paul Laure, „hatte unser damaliger Platzmeister Hans Zens die Idee zu dieser Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken.“ Was damals als Schnapsidee angefangen habe, so der Bürgermeister, sei heute von der Annakirmes längst nicht mehr wegzudenken. „Mittlerweile“, so Larue schmunzelnd, „hat die Stadt echte Sportgeschichte geschrieben.“