Moritz Netenjakob im „Komm“: Die Realität macht es den Satirikern schwer

Moritz Netenjakob im „Komm“ : Die Realität macht es den Satirikern schwer

„Meine Aufgabe als Satiriker ist es, die Realität überspitzt darzustellen, und ich muss ehrlich sagen, dass das in den vergangenen Jahren wirklich schwieriger geworden ist“, stellte Moritz Netenjakob zu Beginn des Abends fest. „Bei jedem Tweet, den ich von Trump lese, frage ich mich: Warum ist mir das nicht eingefallen?“.

Unter der Überschrift „Netenjakob spielt, liest und singt Netenjakob“ lud das Dürener Kulturzentrum „Komm“ im Rahmen der „SWD KOMMedy Abende“ zu einem fröhlichen Abend mit dem Kölner Kabarettisten ein. Das gutgelaunte Publikum reichte von jung bis alt und war ebenso bunt gemischt wie das Programm.

Nach einer kurzen Begrüßung betrat der Satiriker die Bühne und schaffte es gleich, dem Publikum einige Schmunzler und Lacher abzugewinnen. Auf eine lockere Art und Weise ging Netenjakob auf verschiedenste Themen ein. Verpackt als Gesellschaftssatire erzählte er von Begebenheiten wie einem gemeinsamen Weihnachtsfest von deutschen Atheisten und einer türkischen Familie und von Fußballländerspielen, die eine 50-jährige Ehe gefährden können.

Auf eine lockere Art und Weise sorgte der Satiriker dafür, dass auch aktuelle, brisante Geschehnisse und Entscheidungen nicht zu kurz kamen. „Für den beklopptesten Ort, an dem man eine Fußballweltmeisterschaft austragen kann gibt es nur drei Möglichkeiten: die Antarktis, den Mond und Katar“, kommentierte Netenjakob die Entscheidung des Fußballweltverbandes FIFA.

Zudem verschaffte er den Zuhörer mit Leseproben einen Einblick in seine drei Bücher „Macho Man“, „Der Boss“ und „Milchschaumschläger“.

Grimme-Preis-Träger

Moritz Netenjakob ist seit 25 Jahren Satireautor. Bereits 1991 verfasste er erste Sketche für verschiedene Fernsehformate. Etwa zehn Jahre später versuchte er sich auch als Comedian und hatte erste Auftritte zum Beispiel in der Sendung „Nightwash“. Nach dem Schreiben von zahlreichen Büchern zu Serien wie „Stromberg“ wurde er 2006 für eben diese mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Bis heute stellte Netenjakob mehrere Programme zusammen, mit denen republikweit auftrat.

Bei seinem Auftritt im Dürener „Komm“ präsentierte er die Highlights aus diesen verschiedenen Programmen.

(mv)
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