Düren: Die „Räuber“ beim Mundartfestival: Seit 27 Jahren Lieder „Für die Iwigkeit“

Düren : Die „Räuber“ beim Mundartfestival: Seit 27 Jahren Lieder „Für die Iwigkeit“

Als sich Sänger und Gründungsmitglied Karl-Heinz „Charly“ Brand im vergangenen Jahr von den „Räubern“ verabschiedete, sahen viele die kölsche Stimmungsband bereits auf dem absteigenden Ast. Aber die fünfköpfige Gruppe um den neuen Frontmann Torben Klein hat ihre Kritiker eines Besseren belehrt und landete mit „Für die Iwigkeit“ auf Anhieb den Hit der Session 2017/18.

„Das hat mich natürlich persönlich, aber vor allem für Torben sehr gefreut, der das Lied getextet und komponiert hat“, betont Keyboarder Kurt Feller, der die „Räuber“ vor nunmehr 27 Jahren mit Charly Brand gegründet hat.

Der Lohn: Ein prall gefüllter Konzertkalender und unzählige Auftrittsanfragen. Eine davon wird die „Räuber“ am kommenden Sonntag, 26. August, erstmals auch zum Dürener Mundartfestival führen „Wir freuen uns, unserem Publikum zum Abschluss unseres Jubiläumsfestivals mit den ‚Räubern‘ noch einen weiteren Leckerbissen präsentieren zu können“, erklärt der AG-Schnüss-Vorsitzende Addy Clemens, auch wenn am „Famillijedaach“ normalerweise die lokalen Gruppen aus Reihen der AG Schnüss im Mittelpunkt stehen.

Wer die „Räuber 2.0“ in diesen Tagen auf der Bühne erlebt, erlebt eine Band, die sich musikalisch vielfältiger denn je präsentiert. Natürlich dürfen die Mitsing- und Schunkelklassiker aus der Feder von Charly Brand bei keinem Auftritt fehlen — vom längst legendären „Trömmelchen“, über „Op dem Maat“ und „Am Eigenstein es Musik“ bis zu „Sulang die Botz noch hält“ oder „Kölsche Jonge bütze joot“. Und auch aus dem vor Jahren aufgelegten Programm „Welthits op Kölsch“, aus dem nicht nur die Liebeserklärung „Dat es Heimat“ hervorgegangen ist, findet das eine oder andere Stück immer mal wieder seinen Weg ins Konzertprogramm. Mehr und mehr aber wird auch die Handschrift von Torben Klein deutlich, der für das Gros der neuen Räuber-Songs verantwortlich zeichnet.

Ende Oktober/Anfang November wird das erste Album der „neuen Räuber“ erscheinen, zu denen neben Klein und Feller auch Urgestein Wolfgang „Wolly“ Bachem (Schlagzeug), Bassist Jürgen „Geppi“ Gebhart und Gitarrist Andreas Dorn („Schrader“) gehören.

Das eine oder andere Stück des neuen Albums werden Torben Klein, Kurt Feller & Co. sicherlich auch zum Abschluss des Mundartfestivals dem fachkundigen Dürener Publikum vorstellen — wie auf der Annakirmes 2017, als sie beim Konzert im Annazelt „Für die Iwigkeit“ erstmals der Öffentlichkeit präsentierten. Mit der Liebeserklärung „Durch et Füer“ und dem neuen Heimatlied „Immer wenn ich an ming Heimat denke“ stehen die beiden nächsten „Räuber“-Songs mit Ohrwurmcharakter bereits in den Startlöchern. Die Dürener dürfen sich daher auf einen abwechslungsreichen Auftritt freuen.

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