Düren: Die Polizei nimmt Drohung an Schule sehr ernst

Düren: Die Polizei nimmt Drohung an Schule sehr ernst

„Verdachtslage” ist das korrekte Wort. Zumindest für die Polizei. Umschrieben wird damit, was im Dürener Rurtalgymnasium am Montag teilweise für Unterrichtsausfall gesorgt hat.

„Amok 19.4.10, Blutbad RTG” stand schon vor einer Woche auf einer Tür der Jungentoilette. Die Schulleitung informierte umgehend die Polizei, die zügig Entwarnung geben konnte. Polizeisprecher Willi Jörres: „Nach sehr konsequenten Ermittlungen konnten wir keine Ernsthaftigkeit erkennen.” Zumal die Schmiererei auf der Toilettentür durch keine weiteren Ankündigungen untermauert wurde.

Und: „Das war wohl nicht zufällig zu Beginn der Abiturklausuren”, vermutet Jörres, der den Fall jedoch nicht in der Schublade „Dumme-Jungen-Streich” ablegt. Im Gegenteil. „Die Ermittlungen nach dem Täter sind nicht eingestellt.” Die Beamten zeigten am Montag in der Schule zudem Präsenz.

Sollte der Täter gefasst werden, droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr, bei einem erwachsenen Täter deutlich mehr. Auch die Kosten für den Polizeieinsatz könnten ihm in Rechnung gestellt werden.

Die Schulleitung hatte unterdessen besorgten Eltern frei gestellt, am Montag ihe Kinder nicht zur Schule schicken zu müssen. Rund ein Drittel der 620 Gymnasiasten blieb zu Hause.

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