Kreuzau: Die Politik will den Masterplan im Dezember beschließen

Kreuzau : Die Politik will den Masterplan im Dezember beschließen

Stichtag ist der 13. Dezember: An diesem Mittwoch wollen die Mitglieder des Kreuzauer Gemeinderates das Integrierte Handlungskonzept (IHK) als Leitfaden der künftigen Entwicklung des Zentralortes beschließen.

Danach wird die Verwaltung die Anträge auf Städtebauförderung bei der Bezirksregierung Köln stellen. Außerdem will der Gemeinderat die entsprechenden Haushaltsmittel, den Eigenanteil, für die Jahre 2018 bis 2023 bereitstellen.

In der Sitzung des Sanierungs- und Entwicklungsausschusses in der vergangenen Woche fühlte sich noch so manches Ausschussmitglied „überfordert“, wie es Axel Iven, der SPD-Sprecher, formulierte.

Der Grund: Die Unterlagen zum Masterplan — mehrere Zentimeter hoch — waren den Ausschussmitgliedern erst am Tag zuvor von der Verwaltung zugestellt worden.

Bürgermeister Ingo Eßer (CDU) und Dezernatsleiter Siegfried Schmühl versuchten, die Bedenken zu zerstreuen: Zum einen stünde auf den vielen Seiten nichts anderes als das, was in den anderthalb Jahren erarbeitet worden wäre, zum anderen würden Politik und Bürger jedes einzelne Projekt des Planes vor der Umsetzung auch in Bürgerforen zum Beispiel beraten.

In der Ratssitzung werde es ja nur darum gehen, die Grundlagen für die Förderanträge zu schaffen. Und es war auch Axel Iven, der sagte: „Wir glauben Ihnen, aber für uns Ehrenamtler ist es ein Problem, wenn wir angesichts der wichtigen Themen, die in der Ratssitzung am 13. Dezember behandelt werden, fast 2600 Seiten zu diesen Themen lesen müssen.“

Johannes Kaptain appellierte für die CDU, das Integrierte Handlungskonzept zu beschließen: „Wie es konkret aussieht, entscheiden wir ja von Abschnitt zu Abschnitt.“

So war sich nach weiteren Wortbeiträgen Ausschussvorsitzender Rolf Heidbüchel (SPD) sicher: „Wir wollen am 13. Dezember die Entscheidung treffen.“ Nach der gemeinsamen Sitzung von Umweltausschuss und Bau- und Planungsausschuss in dieser Woche dürfte einem positiven Votum der Politik kaum etwas im Wege stehen: Beide Ausschüsse sprachen sich ohne offizielle Abstimmung dafür das, das 6,7-Millionen-Projekt IHK, das zu 70 Prozent bezuschusst wird, Mitte Dezember endgültig auf den Weg zu bringen.

(sis)