Merken: Die Nummer eins im Westen ist das Ziel des RC CWS Merken

Merken : Die Nummer eins im Westen ist das Ziel des RC CWS Merken

„Wenn du Weltmeister oder Olympiasieger aus nächster Nähe sehen willst, musst du zu unseren Kämpfen kommen“, sagt Daniel Anderson. Er ist nicht nur Kassierer des Ringerclubs Merken, sondern auch Trainer des Bundesligisten. Und er kann darauf verweisen, dass beispielsweise in der vergangenen Saison in der K.o.-Runde eben Weltklasseringer in der Merkener Mehrzweckhalle rangen.

Damit auch in Zukunft Spitzensport in der ältesten Olympischen Sportart im Dürener Stadtteil geboten werden kann, hat sich der Ringerclub einen Partner gesucht und gefunden: das örtliche Unternehmen CWS Wertlack. Und so tritt der RC in der neuen Saison als Ringerclub CWS Düren-Merken in den Wettstreit mit den anderen sieben Clubs in seiner Bundesliga-Staffel Nordwest. „Ohen diese auf mehrjährige Zusammenarbeit angelegte Partnerschaft wäre Bundesliga-Ringen in Merken nicht mehr möglich gewesen“, sagten die Vereinsverantwortlichen auf der Pressekonferenz am Montag.

Die neue Saison soll denn auch der erste Schritt zu einer Wachablösung im Westen der Republik sein: Noch tun sich Merkens Mattenkämpfer gegen den traditionsreichen und mehrfachen deutschen Meister KSV Witten und gegen die Eintracht aus dem Aachener Stadtteil Walheim schwer, doch: „Der Abstand ist geringer geworden. Und unser Ziel ist, die Nummer Eins in Nordrhein-Westfalen zu werden“, sagte Bernd Koral , der 2. Kassierer des Clubs.

Auf dem Weg an die Spitze im Westen setzen die Merkener neben einigen ausländischen Ringern vornehmlich auf den deutschen Nachwuchs: „Wir wollen diese Talente zu unserem Klub holen, ihnen die Chance geben, praktisch jeden Kampf zu bestreiten, und ihnen nicht nur eine sportliche, sondern auch eine familiäre Heimat bieten“, erläuterte Jürgen Döring, der Vorsitzende. So wie zum Beispiel bei Timo Moosmann. Der Freiburger wird im zweiten Jahr für den RC ringen, weil ihm der Club zusagte, alle Kämpfe in seiner Gewichtsklasse bestreiten zu können.

Doch nicht nur auf „auswärtigen“ deutschen Nachwuchs setzt der RC CWS Merken. „Wir wollen unsere eigene Nachwuchsarbeit intensivieren“, erklärte Heiko Anderson. Der Geschäftsführer führt nicht nur die Hovener Grundschüler in die ersten Feinheiten des Ringersports ein, sondern wird ab dem neuen Schuljahr auch drei Schülerinnen und 14 Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule in einer Arbeitsgemeinschaft betreuen. Die Siebtklässler werden vier Schuljahre lang von der Pike die sportliche Auseinandersetzung auf der Ringermatte erlernen.

Schon vor Jahren arbeiteten die Mariaweiler Schule und die Merkener Ringer durchaus erfolgreich zusammen. Und noch heute starteten zwei dieser ehemaligen Gesamtschüler für den RC: Andreas Enns und Alexander Kleer.

Die Intensivierung der eigenen Nachwuchsarbeit ist auch insofern von Bedeutung, als der Deutesche Ringerbund vorschreibt, dass sechs der zehn Kämpfer die deutsche Staatsangehörigkeit haben müssen.

Die Merkener können diese Vorgabe erfüllen, wenn die Bundesliga-Kämpfe am Samstag, 8. September, beginnen.