Düren: Die neue Koalition macht sich auf den Weg

Düren: Die neue Koalition macht sich auf den Weg

Der politische Machtwechsel in Düren ist so gut wie besiegelt. SPD, Grüne, FDP und Linke sind entschlossen, eine Koalition einzugehen, „um den CDU-Stillstand zu beenden“, wie Sprecher der vier Parteien am Dienstag betonten.

Die bisherigen Gespräche seien fruchtbar verlaufen. Zwar sei ein Koalitionsvertrag „in der Kürze der Zeit“ noch nicht unterschriftsreif, doch gebe es „keine Knackpunkte mehr, die einer Zusammenarbeit im Wege stehen“, sagte SPD-Parteichefin Liesel Koschorreck. Gleichwohl muss jede der vier Parteien noch das Votum der Mitglieder einholen. „Wir machen das nicht ohne die Basis“, sagte Grünen-Fraktionschefin Verena Schloemer, die wie ihre Koalitionskollegen von einer Zustimmung der Basis ausgeht.

Koalitionäre: Verena Schloemer, Valentin Veithen, Liesel Koschorreck und Hubert Cremer (von links). Foto: Ingo Latotzki

Die „Große Ampel“, die nach 15 Jahren CDU-Herrschaft in Düren das Ruder übernehmen möchte, will sich nun mit den politischen Inhalten beschäftigen. Die vier Parteispitzen nannten am Dienstag nur zwei Themen, über die ausführlicher gesprochen worden sei: Bildung und Verkehr. Die Koalition will in der Juli-Sitzung des Rates einen Schulentwicklungsplan für die Stadt Düren auf den Weg bringen. Darin soll ein Bonner Fachbüro, das so einen Plan für den Kreis gefertigt hat, spezielle Daten für die Stadt erheben, die beispielsweise Auskunft darüber geben, welche neuen Schulen (u.a. Sekundar-, dritte Gesamtschule) in Düren eingeführt werden könnten.

Gemeinsamer Weg

Zudem sind sich die Parteien einig, ein preiswertes Busticket für die City auf den Weg zu bringen. Zudem setzen sich die Koalitionäre für ein verbessertes Radwegenetz oder Car-Sharing-Modelle ein. Über andere Themen wie die Entwicklung des Stadthallengrundstücks oder neue Gewerbeflächen würde noch geredet. Die designierte Koalition gibt sich zuversichtlich, auf allen Politikfeldern zu einem gemeinsamen Weg zu kommen.