Düren: „Die lokalen Bands sind unser Rückgrat“: Das 25. Dürener Mundartfestival

Düren: „Die lokalen Bands sind unser Rückgrat“: Das 25. Dürener Mundartfestival

Die Topstars der Szene wie Tommy Engel, die „Bläck Fööss“ oder wie in diesem Jahr die Kölschrockformation „Brings“ sind natürlich das i-Tüpfelchen auf jedem Dürener Mundartfestival. „Ohne die vielen lokalen und regionalen Bands aber würde Ende August sicherlich nicht unser 25. Festival stattfinden“, betont Addy Clemens, Vorsitzender der AG Schnüss.

„Sie treten seit Anfang an kostenlos auf und sind unser Rückgrat.“ Gleichzeitig haben vor allem neue Bands die große Chance, sich im heutigen Willy-Brandt-Park, dem ehemaligen Stadtpark, einem großen Publikum zu präsentieren und Werbung in eigener Sache zu betreiben.

Die Macher der AG Schnüss (v.r.): Addy Clemens, Gerd Suhr und Friedhelm Wirges. Foto: Abels

An diesem Konzept hat sich seit der ersten Auflage des Mundartfestivals im Jahr 1993 prinzipiell nichts geändert. Damals waren es die Musiker der „Schweess Fööss“ und „Echte Fründe“, die viele Kollegen für die Idee begeistern konnten. Eine Idee, die schon in den ersten Jahren Tausende Besucher anlockte und zu einer Erfolgsgeschichte wurde.

Immer mehr Bands schlossen sich der AG Schnüss an, rockigere Töne kamen hinzu, so dass der bis heute mit vielen Partnern als „Familijedach“ konzipierte Festival-Sonntag um „Live im Park“ am Samstagabend ergänzt werden musste. Aktuell gehören rund 30 Bands und Solisten der AG Schnüss an, auch Oldiebands, die im Laufe der Jahre ebenfalls dazugestoßen sind. Damit ist klar, dass nicht alle Musiker in jedem Jahr beim Festival auftreten können. Der musikalische Wechsel auf der Bühne ist Programm.

Zur Erfolgsgeschichte gehören für die Festivalmacher aber auch die neuen Akzente, die die AG Schnüss in den vergangenen Jahren mit Unterstützung treuer Sponsoren gesetzt hat: die Ernennung von Ehrenmitgliedern wie die Kabarettisten Jürgen B. Hausmann, Kalle Pohl und Konrad Beikircher oder die Musiker Flo Peill („Kasalla“), Ute Geller („Colör“) und Graham Bonney; und nicht zuletzt seit 2013 die Konzerte mit den Kölner Größen im großen Zirkus-Zelt, mit dem das mittlerweile dreitägige Festival witterungsunabhängiger wurde. „Ohne diese Neuerungen hätte sich das Konzept sicherlich totgelaufen“, ist Suhr überzeugt.

Im Jubiläumsjahr (das komplette Programm siehe Info) setzt die AG Schnüss an allen drei Tagen Akzente: Für das „Brings“-Konzert am, Freitag, 24. August, sind schon mehr als 1400 Karten verkauft. Tickets gibt im Vorverkauf für 24,50 Euro unter anderem in der Agentur Schiffer des Medienhauses Aachen am Kaiserplatz in Düren.

Am Samstagabend wird Kölns Mitsing-König Björn Heuser zum neuen Ehrenmitglied ernannt und mit den Besuchern den sicherlich größten Chor in der Geschichte Dürens anstimmen. Und auch für den „Familijedach“ haben sich die Organisatoren noch etwas einfallen lassen, auf Wunsch zahlreicher Bands, wie Addy Clemens und Friedhelm Wirges betonen. Auf ihrer „Für die Iwigkeit“-Tour werden erstmals die „Räuber“ beim Mundartfestival im Willy-Brandt-Park auftreten und das Jubiläumsfestival mit ihren alten und neuen Stimmungshits bereichern — vom legendären „Trömmelche“ bis „Dat es Heimat“.