Düren: Die Klaviere der Musikschule müssen zur Inspektion

Düren: Die Klaviere der Musikschule müssen zur Inspektion

„Die Arbeit, die hier an der Musikschule in Düren geleistet wird, ist in höchstem Maße kreativ und in höchstem Maße förderungswürdig. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass sie bei der Kultur- und Naturstiftung der Sparkasse quasi schon Dauerkunde sind.” Landrat Wolfgang Spelthahn ist bester Stimmung.

Gemeinsam mit Sparkassenvorstand Uwe Willner ist der Landrat zu Gast in der Musikschule und hat auch gleich einen dicken Scheck mitgebracht.

3000 Euro bekommt der Förderverein der Musikschule, damit sollen die alten Klaviere und Flügel der Schule einmal gründlich überholt werden.

„Wir haben rund 15 Klaviere”, so Andrea Nolte, neue Leiterin der Musikschule, nachdem Johannes Esser die Leitung des Kulturbetriebes übernommen hat, „und sehr viele Klavierschüler.

Die Instrumente sind schon stark beansprucht.” „Klaviere”, ergänzt Klavierbauer Hartmut Willms aus Nideggen, „sind einer hohen feinmechanischen Belastung ausgesetzt. Und irgendwann müssen halt Verschleißteile auch mal ausgetauscht werden. Das ist wie bei der Inspektion eines Autos.”

Zum letzten Mal sind die Musikschul-Klaviere vor zehn Jahren überholt worden, jetzt, zum 40. Geburtstag der Schule, sollen Hartmut Willms und sein Team noch einmal ran.

Dr. Gisela Hagenau, Vorsitzende des Fördervereins der Musikschule: „Es steht eine Großreperatur bei einem wertvollen Instrument an, darüber hinaus wollen wir aber natürlich so viele Instrumente wie möglich wieder in Ordnung bringen.”

Das, so Klavierbauer, Hartmut Willms sei durchaus auch im Interesse seiner Firma. „Es ist für uns wichtig, dass möglichst viele Kinder auf guten Instrumenten das Klavierspielen lernen.” Deswegen schließt sich Hartmut Willms der Sparkasen-Spende an und repariert die Musikschulklaviere zu einem Sonderpeis.

„Solche Dinge”, so Dr. Giseka Hagenau, „könnten wir in diesen Zeiten mit dem städtischen Etat überhaupt nicht finanzieren. Umso mehr freuen wir uns über diese Spende.”

Die öffentlichen Haushalte, so Landrat Wolfgang Spelthahn, würden sich leider immer mehr auf die soziale Daseinsfürsorge konzentrieren. „Die freiwilligen Leistungen werden immer weniger. Und das ist sehr schade.”

Auch die Arbeit der Dürener Musikschule sei in hohem Maße präventiv. „Bildung und Kultur sind für Kinder so wichtig. Da müsste noch viel mehr getan werden”, so Spelthahn.

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