Kreuzau: Die KG „Ahle Schlupp“ setzt weiterhin auf eigene Kräfte

Kreuzau : Die KG „Ahle Schlupp“ setzt weiterhin auf eigene Kräfte

„Ein Jahr ohne Karneval, da wäre ich bitterlich enttäuscht“ gestand Eva Blumenthal, Schminkmeisterin und Betreuerin der Jugendgarde. „Es ist für mich die schönste Jahreszeit, denn hier im Ort wird man damit groß“. Diese Liebe und Leidenschaft zum Karneval ist bei der KG „Ahle Schlupp“ überall zu spüren.

Von der liebevoll gestaltetet Bühnendekoration bis hin zu dem tollen Abendprogramm ist alles in Eigenregie entstanden und umgesetzt worden. Besonders stolz ist die Gesellschaft darauf, dass sie ihr Sitzungsprogramm ausschließlich mit eigenen Mitgliedern bestreitet. Alte Traditionen werden hier noch hoch gehalten.

So wurde den Gästen am Samstagabend ein abwechslungsreiches Programm mit Tanz, Büttenreden und Gesang geboten. Dieses Jahr regiert seine Tollität Prinz Manfred III. unter dem Motto „Rallye, Radeln, Karneval — laache dohn ich övveall!“. Doch noch vor dem Einmarsch seiner Tollität und des Elferrates, erheiterte Judith Zens mit einer Clownpantomime das Publikum und hatte allerlei Schilder mit Aufforderungen für die Zuschauer parat. Da hieß es Applaus, Aufstehen, Jubeln oder Klatschen.

Für viele Lacher sorgte auch das karnevalistische Urgestein Dietmar Falter. Als Dorfpolizist „Dä Dörpsschuppo“ mit seinem Pferd „Esmeralda“, dessen Namen der Saal immer einstimmig rief, erheitert er schon viele Jahre die Kreuzauer. Bei seiner Rede erzählte er von den vielen amüsanten Geschichten, die ihm von Pimmenich über Kreuzau bis zur Drover Heide widerfahren sind.

Bei seinen Anekdoten johlte der Saal, und Falter wurde mit einem kräftigen Applaus verabschiedet. Ein wahrer Augenschmaus wartete danach auf die Zuschauer. Die 22 hübschen Mädchen der Prinzengarde präsentierten gekonnt und absolut synchron dem Publikum ihren Tanz zu den Melodien aus der Oper Carmen. Sie wurden mit einer Rakete geehrt.

Für Tanja Rothkopf und Tanja Mengels, die zwei Dienstältesten der Prinzengarde mit 14 und 23 Jahren Bühnenerfahrung, ist die schönste Bühne, die Heimatbühne. „Hier wird man nicht kritisch angesehen, denn hier haben die Menschen einfach Lust auf Karneval“, bekräftigte Tanja Rothkopf ihre Verbundenheit zum Kreuzauer Karneval.

Dass es mehr als Tradition für viele ist, verdeutlicht die Tatsache, dass ganze Familien sich dem Karneval verschwören haben, und der ganze Verein so etwas Familiäres erhält. Für alle ist es wichtig die Tradition an die nächste Generationen weiterzugeben. „Wenn die Familie dabei ist, dann motiviert das. Man fühlt sich wohl“ waren sich beide einig.

Auch für Tim Kessel, der seit 13 Jahren tanzt, ist der Verein etwas ganz Besonderes. „Das Tanzen ist für mich Spaß, Leidenschaft, Gemeinschaft und Unterstützung“ schwärmte er. Über die Bewegung können die Tänzer und Tänzerinnen ihre Leidenschaft nach außen tragen und das Publikum anstecken.

Ganz viel Wertschätzung

Für alle drei vermittelt die Heimatbühne Wertschätzung, eine fantastische Atmosphäre, bekannte Gesichter und vor allem keine Vorurteile. Insgesamt bestreiten die „Schluppe“ vier Sitzungen mit bis zu 1600 Besuchern.

(lah)
Mehr von Aachener Nachrichten