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Die Johanniter-Unfall-Hilfe sorgt für Bedürftige in Düren

Johanniter-Unfall-Hilfe : „Eine Mahlzeit für Düren“

Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) sorgt in Zeiten der Corona-Krise weiterhin für hilfsbedürftige Mitbürger in der Stadt Düren. Verschiedene Mahlzeiten werden täglich in der Innenstadt an Bedürftige und Obdachlose ausgegeben.

Gemeinsam mit dem städtischen Sozialamt entstand die Idee, den Menschen zur Seite zu stehen, die unter den aktuellen Bedingungen wegen des Coronavirus besondere Not leiden, aber im öffentlichen Bewusstsein häufig vergessen werden.

Christoph Bartz, Fachbereichsleiter für Bevölkerungsschutz und Projektverantwortlicher, sagt: „Die Versorgung über Tafeln und ähnliche karitative Einrichtung ist derzeit stark eingeschränkt, den Menschen mangelt es am Notwendigsten: eine warme Mahlzeit ist da eine echte Hilfe. Die Abstimmung mit den Behörden lief unkompliziert ab, uns wurde viel Vertrauen entgegengebracht.“

Täglich ab 18 Uhr, am Wochenende ab 12 Uhr, wird das Essen zum mehr symbolischen Preis von einem Euro an Obdachlose und Bedürftige in der Innenstadt ausgegeben. Der Anspruch wird in Form von behördlichen Nachweisen oder den „Tafel-Ausweisen“ belegt.

Vorher kochen die Johanniter in ihrer Dienststelle „Im Großen Tal“ täglich frisch verschiedene Mahlzeiten, zum Auftakt nach den Osterfeiertagen gab es Geschnetzeltes mit Reis. Der Verzehr vor Ort ist derzeit verboten, daher wird das Essen zur Mitnahme verpackt. Hier gilt es natürlich auch, die Abstandsregeln beim Abholen einzuhalten, bei 20 bis 40 Besuchern täglich keine leichte Aufgabe. Auch die Information der Betroffenen war keine leichte Aufgabe: Das Sozialamt informiert mit seinen Mitarbeitenden per Handzettel und Aushängen.

„Pro Mahlzeit sind rund vier Euro kalkuliert“ informiert Dirk Faßbender, der hauptamtlich bei den Johannitern beschäftigt ist und in seiner Freizeit im Moment für Andere am Herd steht. „Die Hälfte des Geldes wird durch städtische Zuschüsse bereitgestellt, ein Viertel durch den Kostenbeitrag der Besucher, den vierten Euro steuern die Johanniter bei“, so Faßbender.

Andrea Koschenz engagiert sich sonst im Sanitätsdienst der Johanniter und sichert Veranstaltungen ab: „Aufgrund der Corona-Krise werden die meisten Veranstaltungen derzeit abgesagt, da helfe ich gerne bei diesem tollen Projekt mit.“ Helfen, wo Hilfe gebraucht wird, ist die Devise des etwa 30-köpfigen ehrenamtlichen Teams.

„Die Einbindung von freiwilligen Helfern ist in diesem Projekt schwierig, weil wir alle hygienischen Vorgaben und Gesetze beachten müssen, sowohl in unserer Küche als auch bei der Ausgabe vor Ort. Wir freuen uns aber über Unterstützung in Form von Spenden“, informiert Bartz alle Interessierten.