Düren: Die Historie im Blick: Neue Ausgabe der Geschichtsblätter

Düren: Die Historie im Blick: Neue Ausgabe der Geschichtsblätter

Ein bisschen hat das Ganze was von Schule. Wenn das Manuskript fertig ist, kommt die Kontrolle. Der Schriftleiter begutachtet den Text, fragt bei Bedarf nach und wenn denn alles in Ordnung ist, gibt er sein Okay. „Unser Anspruch ist exaktes wissenschaftliches Arbeiten”, sagt Dr. Peter Statz, der Vorsitzende des Dürener Geschichtsvereins.

In diesem Sinne sind die neuen Dürener Geschichtsblätter, die am Montag im Stadtarchiv vorgestellt wurden, aufbereitet.

Das gut 230 Seiten starke Werk befasst sich mit Ordnung und Konflikten im frühzeitlichen Düren (Ingrid Ahrendt-Schulte), Goldschmiedearbeiten in Kirchen des Dürener Landes und der Eifel (Hans J. Domsta), dem Kampf um das Wasser der Stadt Düren auf der Rurstrecke zwischen Kreuzau und Krauthausen (Heinrich Tichelbäcker), dem Hospital von Nideggen (Hans Otto Brans) und der 145-jährigen Historie der Schule in Dorweiler (Karl-Heinz Türk).

Die Autoren haben teilweise über Monate geforscht. Wichtig ist dem Dürener Geschichtsverein (knapp 400 Mitglieder), dass die Informationen nachprüfbar und belegbar sind. „Quellennachweise sind unabdingbar”, sagt der zweite Vorsitzende, Helmut Irmen.

Die Geschichtsblätter erscheinen seit 1955. Am Montag präsentiert wurde die 87. Ausgabe. Während bis 1972 Einzelhefte erschienen, publiziert der Verein seitdem in grün gehaltene Bücher.

Der aktuelle Band hat eine Auflage von 500 Stück und wird künftig „in allen wichtigen Universitätsbibliotheken des Landes zu finden sein”, sagt Ehrenmitglied Dr. Hans J. Domsta, lange Jahre Vorsitzender des Geschichtsvereins. Im Laufe des Jahres ist eine weitere Veröffentlichung geplant. Hans Otto Brans beschäftigt sich mit dem Orden der Cellitinnen zur hl. Gertrud. Auch für dieses Werk wird gelten: Sorgfältig forschen, schreiben, dann in die Kontrolle, je nach dem ändern - wie das so ist, wenn Arbeiten wissentschaftlich exakt sein sollen.

Mehr von Aachener Nachrichten