Die Bürgerstiftung Düren wird auch 2019 Vorhaben unterstützen

Vom Schauspiel bis zum Schwimmunterricht : 13 Projekte stellen sich der Stiftung vor

Seit über 15 Jahren unterstützt die Bürgerstiftung Düren lokale Vereine und Projekte, die der Förderung von Kultur, Bildung, Erziehung sowie einer positiven Beziehung der Generationen dienen sollen.

Vergangenes Wochenende fand die jährliche „Projektbörse“ im Haus der Stadt statt, bei denen 13 Antragsteller erklärten, wofür sie finanzielle Hilfe benötigen.

Ende vergangenen Jahres hatten die Bürgerstiftungen Deutschlands auf dem Bürgerstiftungskongress in Neuss die Erklärung „Für Demokratie, Menschenwürde und Vielfalt“ vorgestellt. Dr. Gisela Hagenau, Vorsitzende der Dürener Stiftung, stellte diese nun den Teilnehmern der Projektbörse vor. Auch in Düren verpflichte man sich, ein gemeinsames Zeichen für Demokratie, ein menschenwürdiges, tolerantes Miteinander und gegen Hass, Diskriminierung und Rassismus zu setzen.

Im Anschluss führte Dr. Helga Meusemann, Studiendirektorin und Mitglied des Beirats durch das Programm. Besonders hervorstechend waren in diesem Jahr die vielen Projekte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Der Verein Theater Düren wünscht sich Unterstützung für die Umsetzung des Theaterstücks der „Hackefey Legende“, das in diesem Jahr mit Schülern aufgeführt werden soll. Auch die Arbeitsgemeinschaft Dürener Historienfeste will im Rahmen des Annamarkts in Zusammenarbeit mit der Theatergruppe „Ernas Erben“ historische Stadtgeschichten in Szene setzen. „Ernas Erben“ gaben bei der Vorstellung des Projekts kurzerhand eine Kostprobe in mittelalterlichen Kostümen zum Besten.

Das Stadtmuseum Düren stellte eine computergestützte 3D-Visualisierung vor, mit der eine detailgetreue Abbildung der Annakirche realisiert werden soll.

Wie auch im vergangenen Jahr möchte der Förderverein der Christopherus-Schule geistig behinderten, jungen Sportlern ermöglichen, an den Sommer- und Winterspielen der Special Olympics teilzunehmen. Der Bürgerverein Satellitenviertel, die evangelische Gemeinde, der Nachbarschaftsverein Rotterdamer Straße sowie die Bewohneriniative Mariaweiler stellten ihre Arbeit mit Kinder und Jugendlichen vor und wünschen sich jeweils Unterstützung für die Umsetzung eines Ferien- und Freizeitangebots. Neu dabei war der Verein „HobAS“, der sich für die Opfer sexueller Gewalt einsetzt und Geld für die Realisierung eines Mutter-Kind-Kurses benötigt.

Um die Seniorenarbeit weiter auszubauen und zu einem „Mehr-Generationentreff“ umzugestalten, braucht die IG Gürzenich finanzielle Hilfe.

Dr. Achim Jaeger vom Stiftischen Gymnasium möchte an seinem Erfolg im vergangenen Jahr anknüpfen und erneut eine Lesung für Schüler organisieren, diesmal mit dem Schriftsteller Hartmut Lange.

Des Weiteren stellte der Dürener Turnverein einen Antrag, damit der Ferienschwimmkurs für Grundschüler weiterhin zu geringen Kosten angeboten werden kann und somit auch finanziell schwächeren Familien zugänglich bleibt. Der Verein „VorBild“ möchte weiter eine Nachmittagsförderung anbieten für Kinder, die zwar Potenzial aufweisen, aber keine Unterstützung erhalten.

In den nächsten Wochen entscheidet nun der Vorstand der Bürgerstiftung Düren, welche Fördersummen an die verschiedenen Vereine und Projekte vergeben wird.

(nie)
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