Düren: Dicker Scheck für Dürener Isola GmbH

Düren: Dicker Scheck für Dürener Isola GmbH

Da fügte sich eines zum anderen: Draußen strahlte am Dienstagmittag die Sonne wie lange nicht, drinnen im Konferenzraum der Dürener Isola GmbH freute sich das Führungsteam des Unternehmens über einen Besuch von Thomas Rachel.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Forschungsministerium war nicht mit leeren Händen gekommen, im Gegenteil. Der Dürener überbrachte einen Scheck von 280.000 Euro. Das Geld ist für ein Forschungsprojekt gedacht, in dem die Dürener Isola versuchen wird, Entwicklungen in umweltfreundlichen Technologien voranzubringen.

„Elektroautos werden immer wichtiger”, sagte Thomas Rachel und erinnerte daran, dass nach Wunsch der Bundesregierung bis 2020 eine Million Elektro-Fahrzeuge bundesweit unterwegs sein sollen. „Deshalb müssen wir alles aus dem Innovationsstandort Deutschland herausholen”, betonte der Dürener CDU-Politiker.

Bis dahin müsse die Automobilindustrie aber noch einiges an Hausaufgaben erledigen. Das könne mit Hilfe der Dürener Isola gelingen. Konkret werden bestimmte Leiterplatten benötigt, die großer Hitze standhalten können.

Sie werden unter anderem in Elektro-Autos, aber auch in der Luft- und Raumfahrt gebraucht. Die Dürener arbeiten in dem Projekt mit namhaften Konzernen wie Siemens, Daimler oder Bosch und anderen Forschungseinrichtungen zusammen.

„Wir bilden uns ein, genau die Richtigen zu sein, die dieses Projekt voranbringen können”, sagte am Dienstag im Birkesdorfer Werk Karl Stollenwerk, der Geschäftsführer. „Wir lenken das in die richtigen Bahnen.”

Stollenwerk lobte anlässlich des Besuches von Staatssekretär Rachel nicht nur das Konjunkturpaket II der Regierung, sondern auch die Möglichkeiten der Kurzarbeit, von der die Isola in Zeiten der Finanzkrise Gebrauch machte. „So war es möglich, unsere Beschäftigen am Standort zu halten”, so Stollenwerk.


Die Isola GmbH beschäftigt 346 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz in Düren liegt bei 100 Millionen Euro.

Die Gruppe unterhält neben dem Dürener Werk noch einen Standort in Italien und ist mit zwei Werken in den USA und sechs in Asien vertreten. Der Gesamtumsatz liegt bei 650 Millionen US-Dollar. Ein Viertel des Umsatzes wird in den Staaten, ein Viertel in Europa und die restliche Hälfte in Asien erwirtschaft.

Das Unternehmen wurde 1912 gegründet und ist bekannt für seine elektrischen Leiterplatten. Das Forschungsprojekt Help, für das die Isola am Dienstag 280.000 Euro Zuschuss erhielt, ist auf drei Jahre angelegt.

Das Unternemnen muss gut 300.000 Euro selbst in das Forschungsvorhaben stecken. Geschäfstführer in Düren ist Karl Stollenwerk; er lebt in Steckenborn/Eiefl und ist seit 24 Jahren im Unternehmen.

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